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Wiesseer Eisplatz und Spielarena

CSU-Anträge auf dem Prüfstand

Der Winter geht und die Diskussion über den Eisplatz kommt. Dieser war ebenso Bestandteil der Anträge der Wiesseer CSU-Fraktion wie der Dauerbrenner Spielarena, bei dem wieder alte Fronten aufbrachen.

Kann der Eisplatz an der Freihausstraße wieder eröffnet werden? Und wie geht es mit der Spielarena weiter?

Zunächst hatte der Gemeinderat über den Eisplatz an der Freihausstraße zu entscheiden, dessen Wiedereröffnung der CSU vorschwebt. https://tegernseerstimme.de/quo-vadis-eisplatz/ Denn wohl alle am Ratstisch würden ihn gerne erhalten, begründete der CSU-Ortsvorsitzende Florian Sareiter den Antrag seiner Fraktion.

Doch Naturschutz und Eigentumsverhältnisse hätten die Wiederbelebung bislang verhindert. Die Fläche dort sei teils ein Biotop, teils sei sie verkauft. Bürger hätten ihn ermutigt, das Thema nochmals aufzugreifen. „Außerdem sind auch die Eisstockschützen mit der Ausweichbahn in der Hagngasse unzufrieden“. Kinder hätten das Angebot dort zum Eislaufen auch kaum angenommen. Damit sei die Hagngasse als Alternative „gescheitert“.

Eisplatz im Biotop?

Trotz aller Widrigkeiten sollte man dennoch alle Versuche unternehmen, den Eisplatz an der Freihausstraße wiederzubeleben, wenn auch nur die Lichtmasten noch vorhanden seien. In Sachen Naturschutz sei laut Sareiter auch Landrat Wolfgang Rzehak zu Gesprächen bereit. „Man muss es eben versuchen“. Die Kosten würden in einem vertretbaren Rahmen liegen. Zu klären wäre auch noch die Pacht- und Parkplatzsituation. „Warum sollte das Biotop mit einem Eisplatz jetzt einen Schaden erleiden, wenn es vorher 70 Jahre auch ging“. Für Sareiter ist auch der Tausch des Biotops gegen ein anderes vorstellbar.

„Die ganze Fläche ist ein Biotop“, wusste Robert Huber (SPD) als amtierender Bürgermeister nach einem Gespräch mit der Unteren Naturschutzbehörde, die er zu einer Sitzung einladen würde. An diesem Abend aber wollte Huber das „Zeichen“ setzen, dass man alle Bemühungen anstrenge. „Wir haben das nicht aus Spaß und Tollerei aufgegeben“, erinnerte SPD-Fraktionssprecher Bernd Kuntze-Fechner. Dazu geführt hätten auch „zwingende Entscheidungen“ bei den Grundstücksverkäufen und den Problemen mit den Hütten. „Wenn, dann müssen alle Punkte auf den Tisch, ob es jetzt wirklich anders ausschaut“. Für eine der nächsten Sitzungen bot Huber dazu einen Beschlussvorschlag an. Das Gremium folgte ihm einstimmig.

Reizthema Spielarena

Weniger einvernehmlich zeigte sich der Gemeinderat beim Reizthema Spielarena. Sie hatte in den vergangenen Sitzungen zu heftigen Kontroversen geführt. https://tegernseerstimme.de/die-neuen-sollen-es-richten/ Die SPD will den Abriss und einen neuen Standort suchen. Diesen gebe es nicht, hält die CSU dagegen und forderte in ihrem Antrag nun „eine weitere Vorgehensweise im Umgang mit der Spielarena und ihrem Betreiber“. Hinter dessen Konzept man stehe, so Florian Sareiter.

Betreiber Josef Niedermayer würde schriftlich zusichern, die Spielarena noch acht bis zehn Jahre zu betreiben. Eine mögliche Verlängerung des Pachtvertrages m0sse geklärt werden. Dies sei der eine Punkt des Antrags. Er umfasse aber bewusst zwei Punkte, wenn einer davon abgelehnt werden sollte. Denn am Ratstisch sei man wohl einhellig der Meinung, „dass die Fassade unansehnlich ist“. Deshalb sei die Fassadengestaltung ein eigener Punkt im Antrag.

Laut Sareiter veranschlage Niedermayer die Kosten für Auflattung und Anstrich bis zu 90.000 Euro. Womöglich sei es aber auch günstiger zu machen. „Doch wieviel es wirklich kostet, sollte von der Verwaltung geprüft werden“.

Strittige Vertragsverlängerung

Huber räumte ein, dass man sich diesem Gebäude „mal zuwenden müsste“. Doch ein „Aufhübschen“ alleine reiche nicht. Das „hochtechnische Gebäude“ sollte auch statisch nochmals untersucht werden. Eine Neugestaltung der Fassade müsse auch vom Brandschutz begleitet werden. Bei diesem Punkte konnte Huber dem Antrag der CSU folgen, nicht jedoch bei der Verlängerung des Pachtvertrages.

„Dieser Antrag muss von Niedermayer kommen“, außerdem könne darüber aus Gründen des Datenschutzes nur in einer nicht-öffentlichen Sitzung verhandelt werden. Klaudia Martini (SPD) verwies darauf, dass dazu auch eine Ausschreibung erforderlich sei, an der sich Niedermayer beteiligen könne. „Wir können nicht freihändig eine Vertragsneugestaltung machen“.

So könnte nach Niedermayers Animation die Fassade der Spielarena aussehen

Ganz bei der CSU sei man beim Thema der Fassade, „sie ist notwendig und sollte der umliegenden Bebauung stilistisch angepasst werden“, meinte Rainer Kathan (FWG). Aber angesichts der regen Bautätigkeit und der hohen Bauzäune schlug seine Fraktion eine Zurückstellung des Antrags vor. Wenig angetan war Kathan dagegen von einer Verlängerung des Pachtvertrages „zum jetzigen Zeitpunkt“.

Damit sollte sich dann der nächste Gemeinderat befassen. „Das war doch eigentlich schon eingetütet“. So wurde der CSU-Antrag zur Fassadengestaltung mit großer Mehrheit angenommen. Doch nach einer hitzigen Debatte, ob man jetzt schon Niedermayers Vertrag verlängern könne, beendete Huber kurzerhand den Parteienstreit: „Über Pachtverträge lasse ich öffentlich nicht abstimmen“.


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