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Ein Stelldichein der Wirtschaft in der Weissach-Arena

Der Jahresauftakt der Entscheider

Das Who is Who der Entscheider denkt am Tegernsee laut nach. Querdenker sind angesagt. Veranstalterin Christine Goetz-Weimer hält eine anregende Auftaktrede.

Veranstalterin Christine Goetz-Weimer beim Auftakt des zweitätigen Gipfeltreffens / Foto: Klaus Wiendl

„Wirtschaft trifft Politik, trifft Medien“, meinte Veranstalterin Christine Goetz-Weimer zum Auftakt des zweitätigen Gipfeltreffens. Es sei ein „Jahresauftakt zum Anfassen“. Nur die Substanz und das persönliche Gespräch würden zählen. „Wir werden hier Klartext reden, das kann ich ihnen versichern“, sagte ein wenig euphorisch angesichts der Teilnehmerzahl Weimer. Man freue sich auf streitbare Ideen, handfeste Anregungen, lebhafte Debatten und einen offenen Meinungsaustausch. „Dieser Gipfel ist ein Neujahrsempfang des Freigeistes“.

Er soll eine Anregung sein, wie man die Dinge 2019 am besten angehen sollte. Was man sich von Thomas Mann und Ludwig Erhard abschauen könne, sei die Lebenshaltung: Skeptisch und zugleich konstruktiv zu sein. Beide hätten die besondere Stärke des deutschen Bürgertums beschrieben.

Als wesentlichen Erfolg bezeichnete Weimer, dass inzwischen 60 Unternehmen den Gipfel „wesentlich unterstützen“ würden. Damit werde gesellschaftliches Engagement für den Zusammenhalt und den Dialog bewiesen. Man leiste hier einen Beitrag zum geistigen Zusammenhalt in Sachen Kultur, Dialog und Toleranz.

Der „wankelmütige“ US-Präsident

Ihrem Verlag, der Weimar Media-Group, so Weimar, sei ein Jahr mit Rekordergebnissen gelungen, teils auch mit sehr ungewöhnlichen Projekten. Aber dieser Gipfel am Tegernsee „ist der Gipfel der Anstrengung“. Daher sei sie optimistisch, trotz Negativschlagzeilen. Mit diesen würden sich Politiker oftmals nur wichtigmachen wollten. So lange Amerikas Präsident Donald Trump, der eine „Zumutung“ sei, und sein nordkoreanischer Kontrapart Kim Jong-un noch die Hände schütteln würden, bestehe keine Gefahr eines Atomkrieges. Doch auf dem afrikanischen Kontinent sei man noch weit von einem Frieden entfernt.

Sie wolle die Weltlage nicht schönreden, denn natürlich gebe es auch in Europa Probleme. Trump würden Führungsqualitäten der westlichen Welt völlig abgehen. Seine Politik habe mannigfache Auswirkungen auch hierzulande. Sie habe Sorge bei diesem „wankelmütigen Mann“. Ähnlich halte „uns auch Putin in Sorge“. Er mag sich zwar als Weihnachtsmann inszenieren, „aber er bleibt ein Expansionist“. Noch furchtsamer sei ihr Blick auf den türkischen Religionskämpfer Erdogan. „Wenn ihn die USA in Syrien nicht noch bremsen können, wird er den Krieg gegen die Kurden in Syrien eröffnen“. Dies wäre wohl weniger „hart“, wenn die Europäer zusammenstehen würden. Dies sei aber nicht der Fall, da Europa tief zerstritten sei. Besonders bedauere sie, so Weimer, dass „unsere englischen Freunde wegen des Brexits unser Haus verlassen wollen“.

Da man aber wisse, was man an Europa habe, so Weimer, wolle man dies mit dieser Veranstaltung unterstreichen. Die das Handelsblatt ein „Stelldichein der Wirtschaftseliten“ nannte.


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