Was in Dürnbach geplant ist

Dönerwagen weg – wir wissen, warum

Wer die alltägliche Leberkassemmel satt hat, der holt sich schon gerne mal einen Döner – “mit allem” und “mit scharf”. Doch damit ist in Dürnbach jetzt Schluss. Der Dönerladen ist von heute auf morgen verschwunden. Wir wissen, warum und wie es damit weitergeht.

Schwerlich vermisst wird an dieser Stelle der Dürnbacher Döner- und Hendlimbiss von Cem Cinar. /Quelle: Katrin Hofstetter

Der Döner-Hendl-Grill-Imbiss von Cem Cinar in Dürnbach (wir berichteten) an der Kreuzung Münchner Straße/Miesbacher Straße war eine feste Institution im Ortsteil von Gmund und beliebt vor allem bei Jugendlichen.

Eine einheimische Mittzwanzigerin aus Dürnbach sagte sogar, dass der Dönerimbiss schon dastand, da sei sie noch ein Kind gewesen. Daher fiel es auch auf, als er Samstag Mittag nicht mehr an der gewohnten Stelle nahe des Dorfplatzes stand. Freitag Abend fanden die Abbauarbeiten und der Abtransport statt. Keiner wusste aber so genau, wo er dann hinverschwunden ist, der Dönerwagen – und vor allem warum.

Fast alle haben es bemerkt und rätseln seitdem

Naheliegend wäre, dass der Besitzer den Imbisswagen erneuern oder ganz ersetzen hat lassen. Äußerlich war der Imbiss nämlich schon sehr heruntergekommen. Wenn man denn überhaupt noch von einem Imbisswagen spreche konnte. Wegbewegt hat er sich jedenfalls seit Jahren nicht mehr.

Immer stand Cinar in seinem Wagen felsenfest an der Hauptkreuzung in Dürnbach und bearbeitete gegen 11 Uhr schon die ersten Hendl für die hungrigen Mittagsmacher. Bei deren “Anstrich” ließ er sich Zeit und es konnte auch schon mal ein bisschen dauern, bis Cinar den Döner endlich rausrückte. Doch seine freundliche Art und sein frisch zubereitetes Essen machten die Wartezeit dann wieder wett. Auch der Geschmack der Hendl konnte sich sehen lassen. Während die einen über die schäbige Location lästerten, schwärmten die anderen über den besten Döner im Landkreis.

Der Döner kommt wieder

Nun soll er weg sein und man munkelt im 1.190-Seelen-Ortsteil von Gmund, er hätte keine Steuern gezahlt und sei deshalb des Platzes verwiesen worden. Dies erzählte zumindest eine Verkäuferin einer nahe gelegenen Bäckerei. Das Verschwinden fiel freilich jedem auf, den wahren Grund dafür kannte aber keiner der Anwohner. Dafür aber der Stellplatzeigentümer und die Nachbarin des Dönerstands. Letztere hatte nämlich am Freitag beobachtet, dass, nachdem der Dönerstand abgebaut worden sei, am gleichen Tag noch weiße Container auf denselben Stellplatz gestellt worden seien. Sie gehe daher davon aus, dass dies der zukünftige Dönerstand sei.

Auf Nachfrage beim Grundeigentümer kam ebenfalls heraus, dass das wohl der Plan des Dönerwagenbesitzers ist. Er selbst hatte gehofft, dass die neue Imbissbude etwas besser als der alte Wagen aussehe. Auch er fand, dass der ehemalige Stand etwas zu lange draußen gestanden habe. Doch noch sind die Container unbemalt und in einem Rohzustand und man weiß nicht, was Cem Cinar damit vorhat und wie er sie gestalten will. Feststeht, dass er zurückkommt, laut dem Verpächter in zwei Wochen.

Hier soll der neue Imbiss reinkommen:

In diese weißen Container soll der neue Dönerladen hinein…vielleicht mit noch größerem Angebot? / Quelle: Katrin Hofstetter
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