Grühn-Areal in Wiessees Ortsmitte verkauft

Seit 2018 steht das ehemalige Hotel Ritter in Wiessee leer. Die Erben des Grundstücks im Ortszentrum wollen verkaufen. Doch das hat bisher nicht geklappt – die drei Geschwister konnten sich nicht einigen. Nun gibt es aber endlich Neuigkeiten.

Für das Grühn-Areal in Wiessees Ortsmitte wurde ein Käufer gefunden. / Quelle: Nina Häußinger

Nach zwei Jahren Stillstand gibt es endlich Neuigkeiten zum Grühn-Areal in Wiessees Ortsmitte. Noch steht darauf das ehemalige Hotel Ritter, das seit Oktober 2018 geschlossen ist. Wie berichtet, wurde den Betreibern nach 18 Jahren der Pachtvertrag gekündigt.

Die drei Geschwister Grühn sind die Erben des 7.600 Quadratmeter großen Areals und wollen verkaufen. Grundsätzlich sucht die Erbengemeinschaft einen Käufer für das gesamte Areal, doch häufig sind sich die Geschwister nicht ganz einig. Das zeigt sich auch an den Besitzverhältnissen – diese gehen quer durch Hotel und Areal.

Anzeige

Grünwalder Immobilienentwickler macht Rückzieher

So kam es, dass sich Ursula Grühn im Alleingang 2018 dazu entschied, ihren Anteil des Grundstücks an die Grünwalder Firma Euroboden zu verkaufen. Dessen Geschäftsführer Martin Moll bestätigte im Oktober 2018 gegenüber der TS, dass der Notartermin bereits Mitte September gewesen sei. Sein Unternehmen habe von der Eigentümerin Ursula Grühn deren Einfamilienhaus zur Freihausstraße hin sowie 25 Prozent des Hotels erworben.

Schon damals signalisierte Moll, dass er auch bereit wäre, das gesamte Areal zu übernehmen. Einige Monate später hat Euroboden angesichts der komplizierten Situation allerdings aufgegeben. Der Grünwalder Immobilienentwickler und die Verkäuferin einigten sich darauf, den Vertrag aufzuheben. Somit ging die Suche nach einem passenden Käufer von vorne los.

Käufer für das ganze Areal gefunden

Nachdem es über ein Jahr lang still um das riesige Areal im Ortskern wurde, gibt es nun aber Neuigkeiten. Wie Geschäftsleiter der Gemeinde Hilma Danzinger bestätigt, wurde ein Käufer gefunden: „Marcel Dittrich aus Irschenberg hat das, ehemals in einer Erbengemeinschaft befindliche, Grühn-Areal in der Ortsmitte von Bad Wiessee erworben.“

Laut Danzinger haben hinsichtlich der Entwicklung dieser ortsprägenden Fläche bereits erste Gespräche im Rathaus und auch eine erste nichtöffentliche Sondersitzung stattgefunden. Denn die Gemeinde äußerte bereits vor zwei Jahren klare Vorstellungen für die Zukunft des Grundstücks.

Das wünscht sich die Gemeinde für das Grundstück

So wünscht sie sich vor allem eine überwiegend touristische Nutzung auf diesem Gelände (wir berichteten). Zudem kann sich die Gemeinde auch Gastronomie oder gar Personalwohnungen vorstellen. Eigentumswohnungen wurden dagegen vehement ausgeschlossen. Dafür wären Gewerbeflächen und Einzelhandel im Interesse der Gemeinde.

Bürgermeister Robert Kühn zeigt sich jedenfalls zufrieden mit den neuesten Entwicklungen bezüglich des Areals: „Die Gespräche mit Herrn Dittrich waren von Beginn an von einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre geprägt.“ Bei Dittrich und der zugehörigen Familienstiftung handle es sich um einen Investor, dessen Ziel ausschließlich langfristige Investments sind. Kühn betont:

Herr Dittrich ist damit kein klassischer Bauträger, bei denen vor allem die kurzfristige Gewinnmaximierung im Vordergrund steht.

Dies biete beste Voraussetzungen für eine sehr gute weitere Zusammenarbeit mit der Gemeinde, „um für den Ort die bestmögliche Gestaltung dieser ortsprägenden Fläche erreichen zu können“, so der Bürgermeister abschließend.

SOCIAL MEDIA SEITEN

Anzeige
Aktuelles Allgemein

Diskutieren Sie mit uns
Melden Sie sich an und teilen Sie
Ihre Meinung.
Wählen Sie dazu unten den Button
„Kommentare anzeigen“ aus

banner