Rottach-Egern
Einsparungen bei Grundschul-Neubau

von Filiz Eskiler

Die Grundschule in Rottach-Egern steckt mitten im Neubau. Ein Blick auf die Kosten zeigte allerdings, dass man nicht in allen Punkten dem ursprünglichen Plan folgen kann. Die Suche nach möglichen Einsparungen läuft.

Bei der Hebauf-Feier an der Rottacher Grundschule im Januar 2020 / Quelle: Gemeinde Rottach-Egern

Die Grundschule in Rottach-Egern ist seit über einem Jahr eine Baustelle. Im April 2019 wurde das Gebäude abgerissen, Anfang diesen Jahres wurde Hebauf für den Schulhausneubau gefeiert. Angesetzt waren für die neue Grundschule ursprünglich knapp fünf Millionen Euro. Dazu kommen zusätzlich 3,27 Millionen Euro Fördergelder. Bei der Gemeinderatssitzung vergangenen Monat wurde allerdings klar: Um den Betrag von acht Millionen Euro möglichst einzuhalten, müssen Einsparungen her.

Verzicht bei Ausstattung

„Die Kosten sind leicht über dem Ansatz, bei etwa 8,4 Millionen Euro“, erklärte Bürgermeister Christian Köck in der Gemeinderatssitzung. Man suche fieberhaft nach Einsparmöglichkeiten bei Ausstattung und Außenanlagen.

Ursprünglich geplant waren acht Klassenzimmer im Obergeschoss. Im Erdgeschoss entsteht ein Ganztagesbereich mit Speisesaal, Küche und Bibliothek und im Untergeschoss ein Werk-, Musik-, und EDV-Raum. Mittlerweile steht allerdings fest, dass der EDV-Raum im Untergeschoss vorerst nicht ausgestattet wird, da man den EDV-Raum im Hauptgebäude erweitert. „Einige Kosten können wir da schon einsparen“, meint Martin Butz, Kämmerer der Gemeinde Rottach-Egern. Bei den Außenanlagen soll es hingegen keine Einsparungen geben. Verschätzt habe man sich bei den Kosten nicht, beteuert Butz weiter:

Es liegt im wesentlichen daran, dass die Ausschreibungsergebnisse mit der Kostenberechnung zum Teil überhaupt nicht übereingestimmt haben. Also, es wurden wesentlich höhere Angebote eingereicht, als man berechnet hat.

In welchen Bereichen der Ausstattung es neben dem EDV-Raum zu Einsparungen kommen soll, wird spätestens im Oktober feststehen. Dann werde die Möblierung ausgeschrieben. Butz geht davon aus, dass im laufenden Bauvorhaben noch Einsparungsmöglichkeiten von etwa 180.000 Euro gefunden werden können. „Wir sind gerade noch dabei, das genau zu berechnen“, erklärt der Kämmerer. Bis April 2021 rechnet Bürgermeister Köck mit der Fertigstellung des Gebäudes.


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