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Es wird wieder wärmer im Tal

Föhnige Weihnachtsstimmung am Tegernsee

Von Maxi Hartberger

In dieser Woche bescherte uns das Wetter einige traumhafte Wintertage. Die Schneelandschaft glitzerte in der Sonne und erstmals kam so richtig Winterstimmung auf. Doch damit ist nun vorerst Schluss.

Wunderschöner Neuschnee am Morgen… den gibt es kommende Woche nicht. / Quelle: Nina Häußinger

Der Winter kam bisher im Tegernseer Tal noch nicht so richtig in Fahrt. Zwar fällt auf den Bergen rund um den Tegernsee immer wieder Schnee, doch bis ins Tal kommt er nur schwer und bleibt wenn auch nur für wenige Tage liegen. Das letzte bisschen Weiß, dass derzeit noch auf den Wiesen und Hügeln glitzert, wird vermutlich am dritten Adventswochenende auch wieder komplett verschwinden.

Wie der Schaftlacher Wetterexperte Hans Wildermuth erklärt, geht das nasskalte Wetter nun zu Ende und eine längere trockenmilde Witterung kündigt sich an. „Am Freitag liegen wir noch unter Tiefdruckeinfluß bei Zufuhr kalter Meeresluft. Die Nähe der Tiefdruckgebiete über den Britischen Inseln und Benelux verursacht einen ungewöhnlich niedrigen Luftdruck – auch bei uns.“

Kein Schnee im Tegernseer Tal in Sicht

Am Wochenende beginnt die großräumige Strömung sich dann langsam von West auf Südwest zu drehen. Die dafür verantwortlichen Tiefdruckgebiete ziehen sich auf den Atlantik zurück. „Mit der Südwestströmung wird zunehmend milde Luft ins Oberland geführt“, so der Meteorologe. „Letzte Störungen ziehen in dieser Strömung am Samstag über uns hinweg und verursachen noch ein paar Regenfälle, viel wird es aber nicht.“ Die Schneefallgrenze steige aufgrund der einströmenden milden Luft dann auf über 1.300 Meter an. „Das dürfte dann der letzte Niederschlag für die nächsten sieben Tage sein.“

Bereits am Sonntag erzeuge laut Wetterexperte die Überströmung der Alpen eine Föhnsituation und treibt alle Regengebiete nach Norden weg. „Es wird besonders in höheren Lagen deutlich milder bei zeitweisem Sonnenschein. In den Tälern und im Vorland steigt die Temperatur über fünf Grad an.“ Sollte der Föhn bis nach unten durchgreifen, steigen die Temperaturen sogar über zehn Grad. Die restlichen Tage der Woche kündigt der Schaftlacher Wetterexperte so an:

Mild, zeitweise sonnig, immer wieder mal Föhn dazwischen und besonders in den mittleren Lagen, so um die 1.200 Meter herum, sehr mild mit bis zu 13 Grad.

Ob davon auch die Täler und das Vorland profitieren sei allerdings schwer einzuschätzen. Hier variiere das Wetter zwischen Föhn mit bis zu 15 Grad und Nebel mit maximal wenig über Null Grad, „wieder mal eine Inversionslage“, so Wildermuth. Trocken bleibe es auf jeden Fall. „Ein eher langweiliges Wetter, auch Neuschnee ist vorerst nicht in Sicht, man muss sich mit dem begnügen, was bisher gefallen ist.“

Bisher sieht es also eher schlecht aus mit weißen Weihnachten. Doch gibt es Hoffnung? „Es gibt zwar Hinweise auf eine Änderung zu unbeständigerem Wetter im Laufe des vierten Adventswochenendes, aber das ist noch unsicher“, gibt Wildermuth abschließend einen Ausblick auf die Feiertage.


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