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Ristorante beschäftigt Tegernseer Bauausschuss

„Francesco“ will aufstocken

Restaurantbetreiber Francesco Sabbatella will sein Wohn- und Geschäftshaus an der Tegernseer Hauptstraße höher bauen. Und er braucht Platz für seinen Eiswagen. Das grundsätzliche Problem: fehlende Stellplätze.

Das Restaurant "Francesco" soll aufgestockt werden.
Das Wohn- und Geschäftshaus von Francesco Sabbatella soll aufgestockt werden.

Ob in der Rosenstraße oder anderswo im Stadtzentrum: es mangelt an Stellplätzen. Können diese bei baulichen Veränderungen nicht nachgewiesen werden, müssen sie der Stadt finanziell abgegolten werden. So auch im Fall des Antragstellers Francesco Sabbatella.

Dem Bauausschuss lagen zwei Anträge am Montag auf dem Tisch. Bei beiden ging es letztlich um den fehlenden Stellplatz. Doch für eine Ablösesumme von 7.500 Euro genehmigten die Stadträte die Pläne des Restaurantbetreibers einstimmig. Klarstellen aber wollte Bürgermeister Johannes Hagn (CSU), „dass man bei Neubauten keinesfalls einer finanziellen Abgeltung eines Stellplatzes zustimmen werde. Können diese nicht nachgewiesen werden, kann auch in dieser Größe nicht gebaut werden“. Das soll auch ein klares Signals sein, das man hier aussenden wolle.

Bei Antragsteller Sabbatella müsse man aber abwägen, „da dieser Gewebebetrieb für Tegernsee auch sehr wichtig ist“, so Hagn. Umliegend gebe es genügend öffentliche Parkplätze. Francesco Sabbatella bekomme damit aber keinen Freibrief, da sich das Gebäude nur in der Höhe verändere, nicht aber in der Fläche.

„Keine Zweckentfremdung durch Vespa-Handel“

Tatsächlich will Sabbatella einen Meter zwanzig höher hinaus und den bisherigen Dachboden zum Vollgeschoß ausbauen. „Planungsrechtlich fügt sich die Erhöhung auf drei Vollgeschosse in die Nachbarbebauung ein“, warb Bauamtsleiterin Bettina Koch für das Projekt. Und zum fehlenden Stellplatz meinte Hagn, „dass es bisher so auch funktioniert hat und der Antragsteller den fehlenden Stellplatz ablösen kann“.

Deutlicher wurde Hagn beim zweiten Bauantrag Sabbatellas, der westlich vom Ristorante einen dreirädrigen Vespa-Eiswagen für den Straßenverkauf aufstellen will. Der einstimmig angenommene Beschluss sieht vor, dass die Aufstellung des Eiswagens nur als Ergänzung zum vorhandenen Gaststättenbetrieb denkbar sei, da dessen Infrastruktur mitbenutzt werden müsse.

„Eine Abweichung der Gestaltungssatzung durch den Eiswagen wird befürwortet“, so Hagn. „Aber durch dessen Aufstellung dürfen die vorhandenen Stellplätze nicht beeinträchtigt werden. Kein Einverständnis besteht damit, dass die vorhandenen Stellplätze für einen Vespa- oder Autohandel zweckentfremdet werden“. Damit sprach Hagn das Hobby des Pizzabäckers an, in der Werkstatt hinter seinem Ristorante alte Vespas auf Vordermann zu bringen. Ein Beispiel dafür ist nun bald sein Vespa-Eiswagen an der Hauptstraße.


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