Ein Kommentar von Martin Calsow

Hoeneß verwandelt Elfer

Von Martin Calsow

Man muss den FC Bayern nicht mögen. Und der Präsident ist ein besonderer Typ. Er nervt, eckt an, haut zuweilen irre Sprüche raus. Aber dann ist da etwas, was so vielen Prominenten abgeht: Menschlichkeit und Größe.

Uli Hoeneß verwandelt Elfer

Ein Kommentar von Martin Calsow:

Uli Hoeneß trifft auf Schüler der Anton-Weilmaier-Förderschule in Hausham. Vergangenen Montag fand dort ein Social Event in Zusammenarbeit mit dem Porsche Club Tegernsee statt.
(Und bevor jemand stänkert über angeblich „protzige Porsche“: Wer mit 16 Jahren speziell dieses Auto nicht toll findet, soll am Tofu-Burger ersticken)

Im Maximilian trafen sie dann auf Uli Hoeneß, der von Bayern-Spielern unterschriebene Trikots dabei hatte. Man kann das lässig als PR Gag und Fanbildung abtun. Aber dahinter steckt weit mehr: Es ist eine Geste, eine, die das Licht auf jene lenkt, die uns genauso wichtig sein müssen, wie die Einser-Abiturienten vom Gymnasium.

PR macht der FC Bayern genug, hat eine gigantische Maschine. Und nach all den hämischen Kommentaren der letzten Jahre hätte sich der Wiesseer auch grantig zurückziehen und ganzjährig den Weihnachtsbaum leuchten lassen können. Hat er nicht. Macht weiter. Zur Freude jener jungen Menschen, denen dieser ganze Hass wurscht ist, die einen schönen Tag hatten, den sie nicht vergessen werden. Es braucht für so eine menschliche Geste nicht viel. Hoeneß hat es verstanden, hat den Elfer versenkt.

PS: Aber deswegen muss der Verein nicht Meister werden…


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