Tierschützer bitten Hundebesitzer um Rücksicht

Jungtiere sind wie ein spannendes ‘Spielzeug’

Immer wieder kam es in den vergangenen Wochen zu tragischen Szenen in den Wäldern rund um den See. Hunde jagten trächtige Rehe oder Jungtiere bis zum Tode. Jetzt melden sich die Tierschützer zu Wort.

Jungtiere sind wie ein spannendes Spielzeug für Hunde – Tierschützer bitten deshalb um Rücksicht / Quelle: D. Streimeier / Wildes Bayern e.V.

Ende Januar jagte ein Hund ein tragendes Reh zu Tode. Vor rund vier Wochen waren es zwei Rehkitze, die unterhalb des Wallbergs in Rottach-Egern gerissen worden waren. Und jüngst wurde ein weiterer Fall bekannt, bei dem zwei Hunde ein trächtiges Reh in Tegernsee jagten und bissen. Es konnte nur in letzter Minute entkommen.

„Ein Spaziergang im Frühling, bei dem sich der Hund so richtig austoben kann, ist für jeden Hundebesitzer eine große Freude. Doch leider kann das Herumtollen in Wald und Wiese böse enden“, weiß Johanna Ecker- Schotte vom Tierschutzverein Rottach-Egern. Gerade jetzt sitzen Junghasen im sprießenden Gras oder Rehkitze verstecken sich im Waldrand. Ecker-Schotte erklärt:

Für einen Hund, und wenn er noch so folgsam ist, sind die Jungtiere wie ein spannendes, neues ‚Spielzeug’.

Kitz und Hasen vertrauen in der Natur auf Tarnung, die flüchten nicht vor einer Gefahr. „Wir bitten Sie, Spaziergänge in der Dämmerung am Waldrand und im Wald zu vermeiden“, betont die Tierschützerin. Denn dann kommen oft die Muttertiere und säugen ihre Jungen. Werden sie dabei gestört, schafft es auch ein mäßig sportlicher Hund die Jungtiere zu fangen und zu töten.

Störungen jeglicher Art bedeuten in dieser Zeit enormen Stress für Muttertiere und ihren Nachwuchs. Ecker-Schotte bittet deshalb alle Hundebesitzer im Moment besonders aufmerksam zu sein und die Hunde an die Leine zu nehmen.


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