Die Tegernseer Tal Woche im Rückblick

Küss die Hand, schöne Frau. Habe die Ehre.

Im Tegernseer Tal geht es manchmal heiß her. Auch in der vergangenen Woche ist wieder einiges passiert. Wir blicken zurück und erinnern uns an alte Männer mit alten Autos, Frauen, die freiwillig in den Knast wollen und böse Menschen am Telefon.

Das war letzte Woche los im Tegernseer Tal

Es war eine ruhige Woche im Tal. In Kaltenbrunn trafen alte Männer auf alte Autos, eine Kombi wie ein Naturgesetz. Geht Ihnen das auch so? Sie halten an einer Kreuzung, neben Ihnen ein schicker Sportwagen. Sie hoffen auf einen attraktiven Mann oder eine schöne Dame, stattdessen lächeln Ihnen Wesen mit großem Selbstbewusstsein, dritten Zähnen und schütterem Haar entgegen.

Angesichts der alarmierenden Forderungen aus den Metropolen jenseits der A8 scheinen Autos allmählich ein Spielzeug aus dem letzten Jahrhundert zu werden und das Autofahren ist nunmehr dem Briefmarkensammeln nicht unähnlich. Schön, dass sich für diese vor sich hin sterbende Gruppe, die nicht vom müffelnden Automobil lassen will, im Tal ein Refugium gefunden hat, meinen die jungen Radfahrer in der Redaktion.

Die Gmunderin, die von sich sagt, sie sei Schriftstellerin, ließ sich bei Warngau blitzen, behauptete später, ein Russe (kein Russ‘) habe das Fahrzeug gelenkt. Die Dame wurde von Amts wegen überführt. Mit großer Geste gab sie dort an, dass sie nicht zahlen wolle, sondern nun ins Gefängnis ginge (keine Ereigniskarte zöge und sich direkt dort hinbegeben wolle?). Fehlende Einsicht und Starrsinn sind somit in Gmund nicht nur in Politikerhäusern daheim, glauben die Qualitätsjournalisten und Halbtagskrimischreiber der Redaktion.

In jedem Unglück wohnt auch das Lächeln des Glücks

Zu wenig Kita-Plätze gebe es im Tal. So klagen Eltern. Das betrifft auch Wiesseer Schratzn. Moment, haben die in Wiessee nicht gerade die Parkgebühren erhöht? Da wäre doch Geld vorhanden. Ach nein, die Westbank-Verantwortlichen wissen, wer sie im März 2020 wählen wird. Nicht die kleinen Schreihälse. Sondern die Silver-Ager. Und darum gibt es dort bald eine Seniorenkarte, genauer: umsonst mit dem Bus fahren auf Kosten der Gemeinde.

Recht so, sind sie weg von der Straße und zuckeln nicht mit 25 km/h in der A-Klasse um den See, schauen aus dem Fenster und halten andere mit mehr Lebenszeit auf. In jedem Unglück wohnt auch das Lächeln des Glücks, dichtet der Haus-Poet der Redaktion.

Derzeit gibt sich ein Unbekannter als Polizist aus und schröpft arme Ahnungslose. Das ist neu. Bislang galt, dass Bekannte sich als Finanzgurus positionierten und Ahnungslose, nun ja, erleichterten. Aber o tempora, o mores: Früher galt auch das Trauerjahr. Der Mann starb, die Dame trug 365 Tage Schwarz und zeigte damit ihre Betrübnis ob des Verlusts des geliebten Gattens. Erst danach widmete sie sich den örtlichen Galanen, die bei entsprechendem Erbe sicher Schlange standen. So war das. Aber: Macht man nicht mehr so, weiß die Anstandsdame und Knigge-Online-Projektleiterin der Redaktion.


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