Wiederbelebung von Wiessees Dauerbaustelle

„Lake Life“ – Projekt am Lindenplatz soll jetzt durchstarten

Wo längst ein Wohn- und Geschäftshaus im Ortskern stehen sollte, klafft noch eine riesige Baugrube in Bad Wiessee. Mehrmals schon scheiterten Versuche beim Aushub. Nun sei die richtige Erdbaufirma gefunden, sagt der Bauherr. Ähnliche Botschaften vernahm man schon öfter.

Geht noch was in Wiessees Zentrum? / Quelle: Klaus Wiendl

Auf dem 2.000 Quadratmeter großen Grundstück des ehemaligen Hauses Ursula will die Ismaninger WM-Eigenheimbau GmbH sechs Gewerbeeinheiten und 22 Wohnungen errichten. Die Wohnfläche beträgt insgesamt 1.400 Quadratmeter, für Geschäfte und Gewerbe sollen 600 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Stellplätze werden in einer Tiefgarage geschaffen. Angeboten wird es unter „Lake Life“. Zumindest live kann man seit weit mehr als einem Jahr beobachten, wie immer wieder mal dort schweres Gerät im Einsatz war, dann wieder wochenlang Ruhe herrschte. Die Pläne des Familienunternehmens Wendler hinken dem Zeitplan weit hinterher.

Kein Wunder, dass im Ort Unmut über das Unternehmen herrscht, die Gemeinde ebenso ratlos ist und von dort kolportiert wird, dass eine bekannte Firma für Erdbewegungen nur noch auf Vorkasse für die Wendlers arbeiten würde. Dies wird von Marco Wendler heftig dementiert. „Die bis zuletzt arbeitende Erdbaufirma wurde von uns sogar überzahlt. Wir mussten vor wenigen Tagen den bisherigen Erdbauer kündigen, da von diesem mangelhaft gearbeitet wurde und er die Arbeiten grundlos verzögert hat, obwohl er vertraglich bis 10.12.2019 hätte fertig sein müssen“.

„Kein mustergültiger Baufortschritt“

Selbst wenn dies zutreffen sollte, so kommt die WM-Eigenheimbau nicht an der Tatsache vorbei, dass sich oft über Wochen und Monate auf der Baustelle nichts getan hat. Auch wenn Wendler nun erklärt, „es wurde die letzten Monate durchgehend gearbeitet“. Aufmerksame Beobachter werden dies sicher nicht bestätigen können. Denn unverkennbar ist von Beginn an der Kampf gegen den Seeton, eine schwammig schwarze Masse, die schon manchem Bauherrn verzweifeln ließ. Ein Blick über den Zaun am Lindenplatz hätte genügt, um sich vom Bauträger der Eigentumswohnungen auf dem Nachbargrundstück dessen Erfahrungen schildern zu lassen. Nun muss auch Wendler eingestehen, dass „auf Grund sehr schwieriger Baugrundverhältnisse ein derartiger Spundverbau, Baugrubensicherung, Bodenaustausch, Abbruch der Bestandsbodenplatte und Aushub nicht in drei Tagen erledigt ist“. Das Haus Ursula wurde bereits im März 2018 geschliffen.

Nun sei ein neuer Erdbauer „engagiert, welcher ab dem 7. Januar die Mängel des bisherigen Erdbauers behebt und dann die Arbeiten in drei Wochen fertigstellt, vorausgesetzt, die Witterung lässt es zu“. Danach soll mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. Einräumen muss Wendler, „dass der bisherige Baufortschritt nicht mustergültig verlaufen ist“.

 

 


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