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Nach jahrelangem Stillstand

Neue Pläne fürs Edelweiß-Grundstück

Seit Jahren herrscht Stillstand auf dem Grundstück des ehemaligen Hotels Edelweiß in Wiessee. Im Dezember 2018 stellte sich heraus, dass die Bayreuther Unternehmensgruppe SeniVita das Grundstück sogar heimlich verkauft hat. Jetzt soll der neue Eigentümer in Aktion treten.

Auf dem Grundstück des ehemaligen Hotels Edelweiß tut sich seit langem nichts.

Im Dezember 2015 wurde das Hotel Edelweiß, ein hundert Jahre altes Anwesen, abgerissen. Stattdessen wollte die Bayreuther Unternehmensgruppe SeniVita Social Estate AG dort 48 Wohneinheiten samt Pflegeeinrichtung für Senioren entstehen lassen. Doch wie berichtet, wurde bei den Abbrucharbeiten im Januar 2016 Öl im Boden gefunden. Dieses gelangte daraufhin in den Tegernsee und musste von den Feuerwehren aufwändig herausgefiltert werden. Die Bauarbeiten wurden gestoppt.

Die Unternehmensgruppe änderte daraufhin ihre Pläne. Aus einer gemischten Einrichtung aus Wohnen und Pflege sollte auf einmal eine reine Pflegeeinrichtung werden. Diese Nutzungsänderung lehnte die Wiesseer Gemeinde jedoch ab. Seitdem passierte auf dem Baugrundstück nichts mehr. Im Dezember vergangenen Jahres hat sich dann herausgestellt, dass SeniVita das Grundstück heimlich verkauft hat. Die Gemeinde wurde überrumpelt, kannte nicht mal den neuen Eigentümer.

Neuer Eigentümer treibt Pläne voran

„Mittlerweile wurde der neue Eigentümer jedoch sogar mit einem Architekten in der Gemeinde vorstellig“, erklärt jetzt Wiessees Bauamtsleiter Helmut Köckeis auf Nachfrage. Er geht davon aus, dass die Pläne schon bald auch im Gemeinderat vorgestellt werden – zunächst aber nur in nicht-öffentlicher Sitzung. „Der Eigentümer will erst ausloten, ob sich seine Pläne mit denen des Gemeinderats decken.“

Denn der Bebauungsplan, der seit zehn Jahren für das Grundstück existiert, schreibt eine klare Nutzung vor: Pflege und betreutes Wohnen. „Der neue Eigentümer will – in welcher Konstellation auch immer – an dieser Nutzung festhalten“, weiß Köckeis. Dennoch könnte es zu einer Änderung des Bebauungsplans kommen – dann wird auch bald die Öffentlichkeit informiert. „Da der Bebauungsplan einen sehr kompakten Baukörper vorschreibt, der Eigentümer allerdings eine etwas lockerere Bebauung wünscht, wird es wahrscheinlich eine Änderung des Bebauungsplans geben“, so Köckeis.

Wer der neue Eigentümer ist, kann Köckeis zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht verraten. „Nur so viel: die Firma kommt aus Baden-Württemberg.“ Lange wird es vermutlich aber nicht mehr dauern, bis die Firma und dessen Pläne für das brachliegende Grundstück bekannt werden: „Nach meinem Wissensstand ist der neue Eigentümer bereits in Gesprächen mit verschiedenen Sozialträgern“, so Wiessees Bauamtsleiter abschließend.

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