RVO lässt BOB-Fahrgäste stehen – Tegernseerstimme

Fraglicher „Kundenservice“ des ÖPNV

RVO lässt BOB-Fahrgäste stehen

Schon mehrmals in diesem Jahr machte Gemeinderätin Gabriele Schultes-Jaskolla (FW) unglaubliche Beobachtungen bei Bussen des RVO. Zuletzt vergangenen Donnerstag. Die Busse würden einfach losfahren, ohne auf BOB-Fahrgäste zu warten. Wie kann das sein?

Immer wieder sollen RVO-Busse nicht auf die Fahrgäste der BOB warten / Beispielbild

Kein gutes Haar lässt die Dritte Bürgermeisterin Gabriele Schultes-Jaskolla (FW) im gestrigen Gemeinderat am „Kundenservice“ des RVO. Immer wieder erlebe sie, jedoch in den letzten drei bis vier Wochen verstärkt, dass keine Kommunikation zwischen BOB und den RVO-Bussen stattfinde. „Wenn die Ankunft der BOB in Tegernsee sich um wenige Minuten verzögert, fährt der RVO-Bus ohne deren Fahrgäste ab“. Zuletzt passierte ihr dies nach eigenen Angaben vergangenen Donnerstag, als sie ihren Sohn um 22:08 Uhr am Bahnhof Tegernsee abholen wollte.

Die BOB sei erst zwei Minuten später eingetroffen, doch der Fahrer des RVO-Busses sei ohne die Zugreisenden losgefahren, obwohl er sie gesehen haben müsste, wie sie vom Bahnsteig zur Bushaltestelle gingen, beklagt Schultes-Jaskolla. „Das passiert öfter, wenn ich jemanden abhole“.

Die BOB-Fahrgäste würden dann irritiert auf dem Bahnhofsvorplatz rumstehen. Einige davon seien einfach „fassungslos“. Da sie noch zwei Plätze im Auto anbieten könne, würde sie immer wieder „Stehengelassene“ mit nach Rottach-Egern nehmen. „Das kann es doch nicht sein“, so die Dritte Bürgermeisterin. „Ein bisschen Kundenfreundlichkeit wäre das Einfachste der Welt“.

RVO-Fahrer „zocken“ Fahrgäste ab

Hier müssten alle Partner bei der „nächsten Dienstbesprechung einmal zusammenrücken“, empfahl Bürgermeister Christian Köck (CSU). „Das muss dringend abgestellt werden“. Für einen Urlaubsgast sei dies noch „viel verheerender“. Ein solches Reiseerlebnis zu Beginn seines Aufenthalts im Tal, „das kann es nicht sein“. Anastasia Stadler (CSU) konnte noch „etwas draufsetzen“.

Hier würde es sich um sogenannte Sub-Unternehmer des RVO handeln. Meist seien deren Fahrer „nicht ortskundig“. Das Wort „Dienstleistung“ würden sie noch „nicht gehört haben“. Von diesen Fahrern würden die Gäste trotz Gästekarte auch „abgezockt werden“. Der Fehler liege laut Stadler nachweislich im System des RVO, das nicht „upgedatet“ sei und die Fahrgäste zur Zahlung genötigt würden.

Dies sei für den ganzen Landkreis ein Thema, nachdem sie ähnliche Vorkommnisse auch vom Schliersee und dem Leitzachtal erfahren habe. „Das wird auf alle Fälle noch im Mobilitätskonzept und den weiteren Vertragsverhandlungen mit dem ÖPNV einfließen“, versicherte Köck. Auch wenn sich Fahrer des RVO an ihren Fahrplan halten müssten, so gehe es hier um mehr „Fingerspitzengefühl und eine bessere Abstimmung untereinander“.


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