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Wiesseer Bauausschuss reagiert gelassen

Spott auf Kohlers Bussi Baby blieb aus

In der Gemeinde sorgt die Umbenennung des früheren Kirchenwirts in Hotel Bussi Baby immer noch für reichlich Gesprächsstoff. Währenddessen huschte den Mitglieder des Bauausschusses nur ein Lächeln übers Gesicht, als sie zu Kohlers Umbauplänen kamen.

Der Name Bussi Baby erregte die Gemüter beimWiesseer Bauausschuss keineswegs. / Foto: K. Wiendl

Wer geglaubt hatte, er könnte „etwas Sensationelles erwarten“, so Bauamtsleiter Helmut Köckeis, der sah sich am Dienstagabend getäuscht. Nicht ein Spott oder Hohn über den aufreizenden Hotelnamen Bussi Baby war am Ratstisch vernehmbar, nachdem sich erstmals der Bauausschuss nach der Namensgebung damit beschäftigte. „Es handelt sich nur um einen simplen Vorgang“, so Köckeis, denn das eingestaubte Haus an der Sanktjohanserstraße aus dem Jahr 1906 muss vom Keller bis zum Dach renoviert werden.

Ein großer Kraftakt für Korbinian Kohler als neuer Eigentümer. „Er muss enorm nachrüsten“, so Köckeis. Mit dem eher ungewöhnlichen Namen Bussi Baby soll es ein kleiner Bruder des Bachmair Weissach von Kohler werden und Gäste zwischen 20 und 35 Jahren anziehen. Geplant sind 160 Betten, auf nur 45 Zimmer verteilt. Im Obergeschoß plant Kohler plant ein „High-End-Bettenlager“, daneben soll es aber auch Einzel-, Doppel- und Familienzimmer geben. Zudem lässt er die 29 Personalzimmer renovieren.

Darum ging es vorrangig, neben dem Brandschutz, bei dem laut Köckeis ebenso „enorm nachgerüstet werden muss“. Denn für die Mitarbeiterzimmer brauchte es eine Nutzungsänderung. Bislang waren die Zimmer der touristischen Nutzung gewidmet. Sie befinden sich im dreigeschossigen Gebäuderiegel. Von der angekündigten Gemeinschaftsküche und dem Personal-Spa dort war allerdings bei der Sitzung nicht die Rede.

Domizil für Personal

Nach Kenntnis von Köckeis wurde dieser Trakt aber schon seit Jahrzehnten vom Personal genutzt. Man konnte die meisten von ihnen auch „definitiv“ nicht als Gästezimmer vermieten, da weder Dusche noch WC vorhanden waren. „Als Gästezimmer waren diese nicht nutzbar“, pflichtete Kurt Sareiter (CSU) bei. Doch die Zimmer würden sich mit „relativ einfachen Mitteln wieder auf Vordermann bringen lassen“, so der Bauamtschef.

Dies soll auch laut Kohler für einen Übergangszeitraum von vier bis fünf Jahren geschehen. Dann hätten seine Mitarbeiter dort ein Domizil und müssten nicht mit ihren Autos um den See unterwegs sein.. Anschließend soll auch dieser Bereich den Gästen wieder zur Verfügung stehen. Auch das Dachgeschoß, das bisher mit einer großen Eigentumswohnung privat genutzt wurde.

Mit der offiziellen Umwidmung war Bernd Kuntze-Fechner (SPD) einverstanden. Er regte aber an, dass der Bauausschuss „großen Wert“ auf die touristische Nutzung des Haupthauses lege. „Dafür gibt es einen rechtskräftigen Bebauungsplan, der diese Nutzung als Hotel festschreibt“, erwiderte Köckeis. In seinem einstimmigen Beschluss bekundete der Bauausschuss seine Zustimmung für die brandschutztechnische Ertüchtigung und die „verschiedenen Nutzungsänderungen“.

Kohlers Zeitplan ist ehrgeizig angesichts des derzeitigen Bautenstands, bei dem immer noch entsorgt wird. Laut einem Medienbericht will er sein neues Drei-Sterne-Bussy-Baby-Superior-Hotel bereits im Sommer wiedereröffnen.


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