Auch auf den Strecken an den Tegernsee

Neue Diesel-Loks für die BOB?

Die Bahnstrecke ins Oberland soll elektrisch werden. Doch das dauert. Bis dahin muss eine Übergangslösung für die Bayerische Oberlandbahn her. Die alten Züge halten nicht mehr lange durch. Nun sollen nochmal neue Diesel-Fahrzeuge angeschafft werden.

Der scheidende Geschäftsführer Bernd Rosenbusch / Archivbild

Schon lange laufen Gespräche, die Bahnstrecke Richtung Tegernseer Tal zu elektrifizieren. Doch das ist eine langwierige Aufgabe. Vor 2032 rechnet niemand mit der Umsetzung. Aktuell fährt die Bayerische Oberlandbahn mit sogenannten Integral und Taltenzügen. Die sind aber nicht nur fehleranfällig und sorgen für häufige Probleme und Ausfälle – auch werden die Züge wohl nicht mehr bis zur geplanten Elektrifizierung durchhalten.

Nun will die Geschäftsleitung der BOB als Übergangslösung neue Dieselfahrzeuge anschaffen. Das wurde bei einem Besuch der Vereine „Wirtschaftsforum Oberland“ und „Unternehmervereinigung Miesbach“ im Lenggrieser Bahnbetriebswerk, in dem 38 Mitarbeiter die Züge der BOB warten und reparieren, bekannt gegeben.

Laut Noch-BOB-Geschäftsführer Bernd Rosenbuschen laufen derzeit Gespräche mit dem Eigentümer – dem Transdev-Konzern -, Politikern und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG). Schon in den kommenden Wochen oder Monaten will man sich entscheiden. Dann braucht es weitere zwei Jahre bis die Loks geliefert werden können. Für Rosenbusch ist klar, dass die Diesel-Fahrzeuge viele Vorteile haben. Zum Beispiele funktioniere hier die Klimaanlage auch noch bei bis zu 40 Grad.

Andere Optionen vom Tisch

Eine Diesel-Flotte mit 26 Zügen würde das Unternehmen einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Keine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei nur um eine Übergangslösung handeln soll.

Alle anderen Optionen, die für die Bahnstrecke Richtung Tegernseer Tal angedacht waren, seien laut der Geschäftsführung vom Tisch. Die Wasserstoff-Technologie sei für das Oberland nicht geeignet und auch Hybrid-Fahrzeuge lohnen sich nicht, so die BOB-Verantwortlichen abschließend.

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