Nach erfolgreicher Premiere in Gmund

Streetfood Festival kommt nach Tegernsee

Im vergangenen Jahr feierte das Streetfood Festival in Gmund seine Premiere. Organisiert und veranstaltet wird das Event von den Jugendbeauftragten des Tegernseer Tals. Nun soll es einen Ortswechsel geben.

Die Premiere des Streetfood Festivals in Gmund war ein Erfolg. Daran will man heuer wieder anknüpfen. / Quelle: Archiv

Rund 1.000 Besucher kamen im vergangenen Jahr am ersten Juni-Wochenende nach Seeglas in Gmund zum Streetfood Festival. Neben verschiedenen kulinarischen Angeboten spielten sowohl am Freitag als auch am Samstag mehrere Bands. Das Festival kam gut an. „Die Gemeinde zeigte sich sehr zufrieden mit uns“, erklärte Katharina Aust, Jugendbeauftragte in Tegernsee. „Wir hatten allerdings ein Riesenglück, denn erst hatten wir fast ein Hochwasser in Seeglas.“ Dann sei das Wetter aber glücklicherweise doch noch gut geworden.

Wir konnten unser Festival dann wie geplant durchziehen und es ist wirklich super angekommen bei unseren Gästen.

Seeglas sei natürlich ein Hotspot mit einer tollen Kulisse, „wo man sowas super toll machen kann“, gab Aust zu. Die Gemeinde habe zudem bei Strom, Wasser und mit dem Bauhof geholfen und die Kosten komplett übernommen. Allerdings sei Gmunds Bürgermeister Alfons Besel nun auf die Organisatoren zugekommen und „hat uns darum gebeten, das Street Food Festival im Wechsel zu machen wie ursprünglich geplant.“ Denn eigentlich wollten die Jugendbeauftragten des Tals das Street Food Festival rund um den See rotieren lassen, sodass jede Gemeinde einmal dran kommt.

Nächster Halt: Tegernsee

Nun wolle man an die Stadt Tegernsee herantreten und fragen, ob das Festival heuer auf der Point stattfinden kann. „Das Konzept wurde allen Talbürgermeistern ja bereits vorgestellt. Es wird wieder ein Streetfood Festival mit den Wägen, die im vergangenen Jahr dabei waren. Vielleicht kommen noch ein, zwei dazu. Außerdem würden wir gerne wieder Bands einladen“, erklärte Aust gestern Abend vor dem Tegernseer Stadtrat.

In erster Linie soll das Event der Jugend dienen. „Im vergangenen Jahr hatten wir die Preise so angesetzt, dass wir in jedem Fall auf der sicheren Seite sind, auch wenn wenig Besucher kommen.“ Grund sei hierfür, dass die Jugendbeauftragten keine Schulden machen wollten, sodass die Gemeinde hätte einspringen müssen. „Wir haben 2019 auch ein Plus erwirtschaftet und diesen Gewinn wollen wir heuer wieder für das Streetfood Festival einsetzen, um die Preise anzupassen.“ Das Ziel: Preise, die sich Jugendliche leisten können.

Hohe Eintrittspreise in der Kritik

Denn nach der Premiere in Gmund seien teils die hohen Preise kritisiert. Samstag kostete der Eintritt zehn Euro, am Freitag sieben Euro. „Komisch, ich meine mich zu erinnern, dass ich am Freitag auch 10 Euro gezahlt habe. Gab es da einen Aufschlag für Erwachsene?“, wollte Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) wissen. Aus dem Stadtrat war als Antwort zu hören: „Ne, nur für CSU-Bürgermeister“, gefolgt von Gelächter.

Markus Schertler (CSU) zeigte sich begeistert von dem Vorschlag: „Ich war im letzten Jahr in Gmund dabei, fand es wirklich schön und würde es deshalb sehr begrüßen, wenn es heuer bei uns in Tegernsee auf der Point stattfinden würde.“ Der Extravorteil bei diesem Ortswechsel: „Dann hab ich nämlich auch nicht so weit und kann heimlaufen“, grinste Schertler.

Schlecht-Wetter-Plan in Rottach-Egern?

Ähnlich sah es auch Peter Schiffmann jun. (FWG). Gmund habe unter anderem mit dem Tegernsee Lauf und dem Triathlon bereits viele Veranstaltungen, bei der die Gemeinde und der Bauhof viel leisten. „Deshalb kann ich die Bitte verstehen, ob man es dieses Jahr bei uns machen könnte.“ Er halte das Streetfood Festival auf der Point für eine super Idee.

Einzig Rudolf Gritsch (CSU) äußerte kleine Bedenken bezüglich der Location oben auf der Point. Im vergangenen Jahr habe der Volleyballclub Tegernseer Tal sein 20-jähriges Jubiläum dort gefeiert. „Da hat man gesehen, dass es bei schlechtem Wetter nicht ausreicht, die Streetfood Wägen einfach auf den Boden zu stellen und die Besucher im Batz stehen zu lassen.“ Grundsätzlich würde er – auch mit Blick auf die Kosten – eine Art Notfallplan für schlechtes Wetter gestalten.

Aust zeigte sich für diesen Vorschlag offen. „Es wäre natürlich eine Möglichkeit, dass man sich mit einer anderen Talgemeinde, beispielsweise Rottach-Egern abspricht, dass man bei schlechtem Wetter dort einen alternativen Standort hat.“

Streetfood Festival im Mai 2020

Für Hagn sei das Engagement der Jugendbeauftragten höchst lobenswert. Er zeigte sich vor allem beeindruckt von dem Ziel, keine Schulden machen zu wollen und damit nicht die Gemeinden in die finanzielle Verantwortung zu ziehen. „Das ist wirklich bemerkenswert.“ Einstimmig beschloss der Stadtrat deshalb, das Streetfood Festival heuer nach Tegernsee zu holen. Stattfinden soll das Ganze vom 21. bis 23. Mai 2020 von 11:00 bis 22:30 Uhr.


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