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Wiesseer Gemeinderäte wurden informiert

Strüngmanns Hotel wird „kleinteiliger“

Von Klaus Wiendl

Seit fünf Jahren schon feilt die Familie Strüngmann an ihren Hotelplänen für die Seepromenade in Bad Wiessee. Mehrere Entwürfe wurden verworfen. Nun scheinen die Planungen für Gemeinde und Investor optimal. Es entsteht kein Klotz, sondern Gebäude mit verschiedenen Größen.

Der Abriss der Lederer-Ruine erfolgt im Herbst, der Spatenstich für den Hotelneubau im nächsten Jahr / Foto Klaus Wiendl

Nach Informationen der Tegernseer Stimme sollen Unternehmer Thomas Strüngmann und sein Architekt Thomas Maier bereits vor vier Wochen ihre Planungen Mitgliedern des Gemeinderats präsentiert haben. Vorher war schon durchgesickert, dass auf dem 30.000 Quadratmeter großen Areal in Bestlage am See kein Klotz, wie in den vorangegangenen Entwürfen, entstehen soll, sondern kleinere Gebäude im „alpenländischen Stil“, die sich zwischen See und Berge schieben, so der amtierende Bürgermeister Robert Huber.

War es 2014 noch ein 130-Zimmer-Hotel in Form eine Banane, so war es dann im Juni 2016 ein 210-Zimmer-Haus in Hufeisenform. Ein Jahr später wurde daraus ein deutlich kleineres Zick-Zack-Gebäude mit 120 bis 140 Zimmern, dem der Gemeinderat letztlich zustimmte. Zu Maiers Entwurf gehörten fünf Wohn- und Geschäftshäuser als „flankierende Bebauung“. Nachdem es aus der Bevölkerung reichlich Kritik gab, kippte Strüngmann die Planung, da sie wohl auch ihm zu massiv erschien.

Statt 210 nun ein 95-Zimmer-Hotel?

Nun liegt eine „kleinteiligere“ Lösung auf dem Tisch. „Es wird verschiedene Gebäude geben, die aber überwiegend für die Hotel-Nutzung gedacht sind“, so Strüngmanns Pressesprecher Sebastian Roth. Statt der ursprünglich geplanten fünf Wohn- und Geschäftshäuser sollen jetzt nur noch zwei gegenüber dem Hotel Bellevue entstehen.

Die anderen beiden Häuser mit größeren Wohnungen sollen dem nun 95-Zimmer-Hotel angeschlossen und von dort aus auch betreut werden. Insgesamt seien die Gebäude verschiedentlich groß geplant. Zu sehen bekamen die Gemeinderäte allerdings noch keine ausgefertigten Pläne, sondern Skizzen über Form und Nutzung der Gebäude.

Anfang Oktober soll laut Roth mit dem Abriss des restlichen Gebäudes auf dem Lederer-Gelände und dem ehemaligen Haus des Gastes begonnen werden. Zeitgleich werde auch das Hotel Wittelsbach dem Erdboden gleich gemacht. Dies bestätigte indirekt auch Betreiber Rudolf Krippner auf Anfrage.

Ich gehe davon aus, das Hotel nur noch bis Ende der Saison zu betreiben.

Der erste Spatenstich für das „Leuchtturmprojekt“ soll dann nach dem nächsten Winter erfolgen. Wie im Rathaus zu erfahren war, müssten wegen der großen Tiefgarage in Seenähe auch noch Gutachten über die Grundwasserströme eingeholt werden. Konkrete Baupläne sollen dem Gemeinderat im Juni und anschließend der Öffentlichkeit präsentiert werden. „Wir werden einen Entwurf präsentieren, der mit ziemlicher Sicherheit dem Gemeinderat gefallen wird“, hofft Roth. Ein Satzungsbeschluss mit Bebauungsplan werde noch für dieses Jahr angestrebt


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