Die Tegernseer Tal Woche im Rückblick

Weg mit den Plattschwänzen

Die Woche geht, Menschen mit Hang zur Masse freuen sich auf das nächste Wiesn-Wochenende. Wir blicken zurück auf eine Woche der Biber, Böller und Besitzer.

Was war los im Tal?

Beginnen wir unseren Rückblick in die Woche einmal anspruchsvoll. Der bekannte Hobbyphilosoph Albert Camus aus Enterrottach hat einmal gesagt: „Man müsse sich Sisyphos als glücklichen Menschen vorstellen.“ Eine wahrhaft kühne Behauptung. Aber sie führt direkt zur Westbank, genauer zum umtriebigen Robert Kühn. Der bestangezogene Genosse des Tals tritt als Bürgermeisterkandidat der SPD an. Das Wahlmotto: Akzeptanz durch Penetranz.

Man muss diesem jungen Mann Respekt zollen, erfolgloser wäre nur eine Veganer-Partei in Westfalen. Er ist also der moderne Sisyphos, der an der Westbank den Sozi-Stein ewig und ewig den Bucherhang hinaufrollt und kurz vor dem Ziel mit einem einstelligen Ergebnis scheitern wird. Aber hier ist eben die Reise das Ziel, finden die Jungfalken in der Redaktionsvoliere.

Böllern oder Bibern?

Wo wir schon bei sinnlosem Tun sind: Heuer bitten die Gemeinden erstmalig alle ehrenamtlichen Pyromanen und Freizeit-Feuerwerker, sich zum Jahresendfest mit Böllern zurückzuhalten. Das wird bestimmt funktionieren – oder eben nicht. Der Artilleriebeschuss des kleinen Mannes ist ebenso wie Diätvorsätze, Scheidungsgedanken und „Dinner for One“ für den testosterongetriebenen Teil des Tals identitätsstiftend – auch wenn das neue Jahr dann wimmernd in Agatharied mit nunmehr acht Fingern begrüßt werden muss.

Dann war da der bösartige Baumfrevler und gefürchtete Gelbzahn, der den Kreuther Bauern das Leben zur Hölle machte und ungefragt Buchen und Weiden niedermachte. Frechheit. Das ist nur dem bayerischen Adel an der Point zu verzeihen. Dem listigen Plattschwanzträger droht nun die Lebendfalle und die Deportation in weniger wichtige Teile des Freistaats. Franken gar?, fragen sich die Weggla- und Woschd-Freunde der Redaktion.

Klimbim an der Westbank

Zurück nach Wiessee, der Ingrid Steeger unter den Talgemeinden. Hier teilen sich zur Freude vieler Freunde der Monarchie zwei Mitglieder des niederen Geldadels gerade die Gemeindefläche auf. Während der Betonbaron H. aus F. viel Wald zwischen Kreuth und Marienstein und diverse gastronomische Betriebe (zumeist geschlossen) sein Eigen nennen darf, also quasi Uptown für sich beansprucht, bekommt er vom Klaas Klever der Pharmabranche, Dr. Strüngmann, Konkurrenz in Downtown-Wiessee.

Der umtriebige Kaufmann rangiert mit seinem Zwillingsbruder und einem vermuteten Vermögen von mehr als 7.000.000.000 Euro auf Rang 20 der reichsten Deutschen und kauft nun nach und nach unten am See herumliegende Häuser auf. Warum nicht alles hergeben und dafür ein neues Warmbad und eine bessere Bepflanzung des Lindenplatzes bekommen? Danach machen diese beiden sympathischen Erfolgreichen aus Wiessee eine Aktiengesellschaft und verramschen unsere Heimat ganz offiziell – schlagen die Heuschrecken der Redaktion vor.

Zu guter Letzt fragen sich die Nautiker der Redaktion, was aus den Schiffsplänen der Bürgermeister-Admiralität geworden ist und verabschieden die Leserschaft mit einem bayerischen “Ahoi” ins Wochenende.

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