Zu hohe Verluste erwartet
Wiesseer Badepark bleibt bis Herbst geschlossen

von Redaktion

Während in den anderen Gemeinden rund um den See nach und nach die Freibäder und mittlerweile auch die Wellnessangebote wieder öffnen, gab es für den Wiesseer Badepark bisher keine Entscheidung. Nun hat die Gemeinde beschlossen: Der Badepark bleibt mindestens bis September geschlossen.

Nun steht es fest: Der Wiesseer Badepark bleibt bis nach den Sommerferien geschlossen. / Quelle: Archiv

Obwohl Hallenbäder ab 22. Juni wieder öffnen dürfen, war bisher unklar, wie es mit dem Wiesseer Badepark aussieht. Nun gibt es eine Entscheidung – und die dürfte viele Schwimmer, vor allem aber Familien und Kinder enttäuschen. „Nach einer gestrigen Gremiumsentscheidung, in enger Absprache mit der Betriebsleitung, bleibt der Badepark bis mindestens 07.09.2020 geschlossen“, teilt Bürgermeister Robert Kühn (SPD) mit.

Die Gemeinde Bad Wiessee habe als kommunaler Arbeitsgeber seinen Mitarbeitern gegenüber eine besondere Verantwortung wahrzunehmen, heißt es in der Begründung. „Diese wird aus unserer Sicht nur dann ausreichend gewährleistet, wenn es ausgeschlossen werden kann, dass ein Infektionsrisiko stattfindet“, so Kühn. Ein kommunales Hallenbad sei eine Einrichtung mit geschlossenen Räumen und einem warmen und feuchten Innenklima. „Jeder Fachmeinung nach somit eine Arbeitssituation, die beste Voraussetzungen für eine virale Verbreitung bietet.“

Verluste von zwei Millionen erwartet

Die Gemeinde gehe davon aus, dass potentielle Besucher des Badeparks diese Tatsache dazu veranlassen wird, öffentliche Hallenbäder entweder nicht oder in nur geringem Umfang zu besuchen. Doch Kühn betont: „Hallenbäder können nur ganz oder gar nicht in Betrieb gehen. Wenn sie öffnen, dann geht das nur mit vollem Einsatz der Betriebsmittel Personal, Energie und Wasser.“

Das bedeute, dass die Gemeinde ab der Öffnung die vollen Kosten zu tragen hat. Doch die Gemeinde habe auch eine Verantwortung gegenüber den Steuermitteln, die sie verwendet. „Würde zum jetzigen Zeitpunkt eine Öffnung erfolgen, würden sich die finanziellen Verluste des gemeindlichen Badeparks, auf das Jahr gerechnet, in etwa verdoppeln: von einer Millionen auf zwei Millionen Euro. Verluste in dieser Höhe dürfen aus unserer Sicht dem Steuerzahler keinesfalls zugemutet werden“, so Kühn abschließend.


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