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Der polemische Wochenrückblick

Angeben mit nichts?

Von Martin Calsow

Und wieder verging eine Woche im Tegernseer Tal, in der so einiges los war. Unser Kommmentator blickt zurück auf Gemeinden, die sich mal wieder nicht untereinander abstimmen, kotende Gänse und das böse, böse Internetz, das alles kaputt macht.

Was war los im Tegernseer Tal?

Ansteckendes Fehlverhalten kennen wir alle. Man steht in einer Schlange, aber ein besonders eiliges Schlauschwein schummelt sich vorbei, und es dauert nur wenige Augenblicke, da folgen ihm andere auf dem Fuße. So ist das mit unseren Talgemeinderäten auch. Getreu dem Motto, die Arche wurde von Amateuren gebaut, die Titanic von Profis, macht jede politische Feierabendrunde ihr eigenes Ding und hofft, dass die anderen mitlaufen. Abstimmung? Ach was. Überschätzt.

Wenn’s die anderen machen …

Beispiel: Seniorenticket der RVO. Bist Du über 65, darfst Du kostenlos mit dem Bus fahren. Bad Wiessee, die geriatrische Hauptstadt im Tal, hat angefangen, die Lemminge folgen. Und jetzt hat auch die gefühlte Stadt am Tegernsee, Tegernsee, sich für die Greisen-Gratisfahrten entschieden. „Der Druck sei zu groß“ (siehe oben). Warum machen die das nur? Warum das Geld nicht beispielsweise für günstigere oder gar kostenlose Kita-Plätze ausgeben?

Das verrät ein kurzer Blick auf die Zahl der von den Gratistickets theoretisch Profitierenden (oder gar Profiteuren?), nämlich den Menschen jenseits der 65 Lenze. In Tegernsee zum Beispiel ist das ein Drittel aller Einwohner. So, und jetzt verbinden wir dieses amüsante Detail mit einem Termin im März 2020. Denn dann geht eben dieses Drittel wählen – und zwar nicht nur theoretisch. Die wenigsten von ihnen dürften den Bus nehmen, orakeln die Altenpfleger in der Redaktion.

Gänse scheißen alles voll

Gänse, majestätisch fliegen sie in ihren Formationen über unser schönes Tegernseer Tal am spätherbstlichen Himmel, mahnen uns an den vergangenen Sommer. Wehmütig schauen wir ihnen hinterher, die feinen Vögel für ihre Flugkunst bewundernd. Manchmal fliegen sie so tief, dass wir das Schwingen ihrer Flügel vernehmen. Ihr ferner Ruf ist ein letzter Gruß.

Gänse, Drecksviecher, die unsere Seepromenaden und Liegewiesen mit ihren Exkrementen verdrecken. Viel zu wenige von ihnen sind im Topf gelandet. Warum knallt die keiner ab? „Wer scheißt, stirbt.“ Das wäre das Schild für die Gänsebrut – aber die elendigen Dinger können ja nicht mal lesen, finden die Zugezogenen aus Entenhausen.

Woran liegt’s? Am Internet

Bad Wiessee blutet aus. Das befürchtet Robert Kühn, Bürgermeisterkandidat der SPD und Schuhhausbesitzer am Wiesseer Rodeo Drive. Keine Angst, es geht nicht schon wieder um Senioren. Es geht ums Einkaufen. Ein Geschäft nach dem anderen schließt – nicht nur an der Westbank, aber eben auch. Das ist bitter. Schuld ist diesmal nicht Peter Höß, der ja inklusive der Staus und des Wetters eigentlich für alles verantwortlich ist. Es ist dieses böse Internetz. Da wird bestellt, bis die Paketboten unter ihrer Last fast zusammenbrechen.

Der Westbank-Gemeinderat hat erst kürzlich die Gefahr dieser Technik erkannt und einige Mitglieder forderten: Kein 5G in Wiessee, bis klar ist, ob wir an der Westbank nicht alle bald drei Ohren wegen aufgrund nicht bekannter Strahlen haben werden. Warum das Netz an der Westseite nicht ganz abschalten – und damit werben? Mit etwas angeben, was eben NICHT da ist? Wie mit dem Badehaus, oder schön einladenden Plätzen in der Ortsmitte?, schlagen die Marketing-Spezialisten der Tegernseer Stimme vor.

“Alliteraten” in Waakirchen

Zum Schluss ein alberner Ausflug in die Niederungen des Namenwitzes: In Waakirchen, dem sympathischen Blinddarm des Tegernseer Tals, hat die Aktive Bürgerbewegung Waakirchen (Unterfraktion der judäischen Befreiungsfront?, fragen sich die Freunde Brians) einen Bürgermeister-Kandidaten aufgestellt. Rudi Reber heißt er. Neben dem für dufte Vorschläge bekannten Balthasar Brandhofer wäre das der zweite offen lebende „Alliterat“ im Waakirchner Gemeinderat. Vielleicht finden Gundel Gaukeley und Klaus Kleber Zeit für die Kommunalpolitik im Schaftlacher Ortsteil?, hofft unser Chef Peter Posztos.


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