Ilse Aigner wird Super-Ministerin

Während Bayerns neuer Ministerpräsident seinen alten Weggefährten Ludwig Spaenle aus dem Kabinett schießt, steigt das Renommee der einstigen Wirtschaftsministerin: Markus Söder schafft für Ilse Aigner ein neues Super-Ministerium.

Markus Söders neues Kabinett steht – und Ilse Aigner bekommt ein ganz neues Ministerium. (c) dpa

Die Kabinettsumbildung startete mit einem Paukenschlag: Ministerpräsident Markus Söder schmeißt einen alten Weggefährten aus der Regierung. Bayerns bisheriger Kultusminister Ludwig Spaenle wird dem neuen Kabinett nicht mehr angehören. Der 56-Jährige informierte Parteikollegen der Münchner CSU darüber selbst schon am Mittwochmorgen.

Spaenle war seit 2008 Mitglied der Staatsregierung und dort eigentlich dem Söder-Lager zuzuordnen. Dagegen wurde die Oberbayerin Ilse Aigner, mit den meisten Mitgliedern eines CSU-Bezirks im Rücken, lange als Mitfavoritin für die Seehofer-Nachfolge gehandelt. Doch Söder, mit allen Wassern gewaschen, setzte sich in der CSU-Fraktion durch und boxte Regierungschef Seehofer aus dem Amt.

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Dafür schafft Söder nun ein eigenes Super-Ministerium für Aigner: Wohnen, Bau und Verkehr. Ihr Nachfolger als Wirtschaftsminister ist Franz-Josef Pschierer. Aus der Staatskanzlei wechselt Marcel Huber auf den Chefsessel im Umwelt- und Verbraucherschutzministerium. Seinen Posten übernimmt Florian Herrmann. Söder selbst wird als Finanz- und Heimatminister von Albert Füracker abgelöst.

“Aigner hat keine gute Figur gemacht”

Nach der bereits erfolgten Vereidigung im Landtag, sagte der SPD Fraktionsvorsitzende  Markus Rinderspacher an Aigner gewandt: „Ich möchte aus meiner persönlichen Sympathie keinen Hehl machen. Aber bei der Energiewende hat Frau Aigner keine gute Figur gemacht. Bei wichtigen Zukunftsfragen wie der Elektromobilität hinkt Bayern weit hinterher.“

Nach der bereits erfolgten Vereidigung im Landtag, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher an Aigner gewandt: „Ich möchte aus meiner persönlichen Sympathie keinen Hehl machen. Aber bei der Energiewende hat Frau Aigner keine gute Figur gemacht. Bei wichtigen Zukunftsfragen wie der Elektromobilität hinkt Bayern weit hinterher.“ Gestern hätte Aigner dazu auf der „Bayern innovativ“ in Tegernsee sprechen sollen. Ihren Part übernahm ihr Nachfolger als Wirtschaftsminister, der Schwabe Franz-Josef Pschierer. Er forderte, dass die politischen Rahmenbedingungen bei der E-Mobilität noch mehr Schwung bekommen müssten. Als Nachfolger Aigners ist Pschierer nun in der Pflicht.

Hier ist die vollständige Minister-Liste

Finanzen und Heimat: Albert Füracker
Innen- und Integration: Joachim Herrmann
Wohnen, Bau, Verkehr: Ilse Aigner
Digitales, Medien, Europa: Georg Eisenreich
Justiz: Prof. Winfried Bausback
Familie, Arbeit, Soziales: Kerstin Schreyer
Wirtschaft, Energie und Technologie: Franz-Josef Pschierer
Gesundheit und Pflege: Melanie Huml
Umwelt und Verbraucherschutz: Marcel Huber
Schule: Bernd Sibler
Wissenschaft: Prof. Dr. Marion Kiechle
Landwirtschaft, Ernährung und Forsten: Michaela Kaniber
Leiter der Staatskanzlei: Florian Herrmann

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