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Wie wird das Tegernseer Tal zur Top-Destination?

Kauschs Kampagnenmotto: Die glorreichen Fünf

Wie berichtet kommt es womöglich zu einem Tauziehen um die Montgolfiade. TTT-Chef Christian Kausch sah sich im Wiesseer Gemeinderat mit Forderungen nach einer Rückkehr des Ballon-Wettbewerbs konfrontiert.

TTT-Chef Kausch und seine glorreichen Fünf: Bad Wiessee, Kreuth, Rottach-Egern, Gmund und Tegernsee. Für deren Vermarktung setzt er auf Themenschwerpunkte.

Die Diskussion um das Copyright der Montgolfiade ist noch nicht ausgestanden. Während der Wiesseer Gemeinderat Fritz Niedermaier (FWG) die Veranstaltung für seinen Ort reklamiert, da sie vor 18 Jahren im Kurort gegründet worden sei, widerspricht ein Mann der ersten Stunde: Josef Bogner sen. (Joe) vom Gasthaus „Zum Zotzn“ im jetzigen Voitlhof. Er teilte der Tegernseer Stimme mit, dass „bereits in den Jahren 2002 und 2003 die Veranstaltung auf der Oswaldwiese war.

„Wir, die Wirtegemeinschaft Rottach-Egern, haben diese bewirtet und haben zusammen mit der TTT (Tegernseer Tal Tourismus GmbH) den Startschuss für diese Veranstaltung gegeben“. Wann sie nach Wiessee umgezogen sei, könne er nicht mehr genau sagen. Dieses Thema könnte in den nächsten Monaten der Entscheidung für 2019 noch zu einem Zankapfel zwischen Kausch und der Gemeinde Bad Wiessee werden.

Verbesserung der Reputation

Weniger Diskussionsbedarf gab es bei der strategischen Ausrichtung der TTT und ihrem Budget 2018. Man wolle den Tegernsee als Top-Destination stärken, so Kausch. Dafür sei auch eine Verbesserung der Reputation dringend nötig gewesen. Die TTT muss sich laut Kausch weiterentwickeln und die Schlag- und Innovationskraft erhöhen.

Mit der Schnittstelle zu booking.com sei eine wichtige Grundlage im Bereich Online-Buchen geschaffen worden. Mit dieser Basis gelinge es nun, dem Buchungsverhalten der Gäste entgegenzukommen und den Anschluss im digitalen Zeitalter nicht zu verlieren. Nun gelte es in diesem Jahr sich mit neuen Marktforschungsdaten und einer eindeutigen Ausrichtung auf die neuen Hotel- und Klinikprojekte, sowie Bergsteigerdorf und das neue Jod-Schwefelbad weiter vorzubereiten.

Die glorreichen Fünf

Nach mehr als einem Jahr im Amt als Tourismuschef, stellte Christian Kausch ein Bündel von Aktionen vor, die das Tal als „Geniesserland“ bundesweit noch besser zur Geltung bringen sollen. Sein Aktionsprogramm, das er dem Gemeinderat vorstellte, setzt für jeden der fünf Orte Schwerpunkte. Bad Wiessee steht für Gesundheit, Gmund für Familie, Kreuth für Aktiv-Themen, Rottach-Egern für Genuss und Tegernsee für Kultur. Diese Überschriften sollen in Jahresthemen dargestellt werden.

In diesem Jahr gehe es um Kulinarik. Dies fange bei der gesunden Ernährung an und reiche bis zum Schmankerlmarkt in Rottach-Egern. 2019 richte sich das „strategische Marketing“ rund um das Bergsteiger-Dorf, das Kreuth am 13. Juli dieses Jahres als Auszeichnung erhalten soll. Mit der „aktuellen Entwicklung“ in Bad Wiessee stehe dann das Thema Gesundheit im Jahr 2020 ganz oben. Ein Jahr später gehe es in Tegernsee um Kultur und Brauchtum. Jeder Ort sollte sich mit seinen Vorzügen ins rechte Licht setzen können.

Ins rechte Licht setzte Kausch auch die Adventsmärkte. An den Wochenenden der zurückliegenden sechs Jahre hätte es bei den Übernachtungen eine Steigerung um 28 Prozent gegeben. Man habe bewusst nicht mehr den Großraum München beworben, um nicht noch mehr Tagesgäste zu bekommen. Ziel waren mehr Übernachtungsgäste. Deshalb sei die Werbung von Stuttgart, Nürnberg bis Hof geschaltet worden.

Santana Band und Jäger Ski WM

Über ein neues Kulturgipfel-Konzept, einem erstmals ausgetragenem Langstreckenschwimmen über den See Ende September kam Kausch zur Erneuerung der Tourenrad-Beschilderung, der „Jäger Ski WM 2019“, „Biathlon im Jägergewand“ am Sonnenbichl, zur Programmerweiterung für die Waldbühne der Spielbank Bad Wiessee.

Zu deren Geburtstag (61 Jahre Spielbank und 13 Jahre Neubau) im Juni kündigte Kausch ein Konzert von Santana Blues Band an. „Was, die kommen?“, kam spontan als Frage vom Ratstisch. „Nur zwei Vertreter“, musste der TTT-Chef einräumen. „The Magic of Santana“ ist dazu auf der Homepage der Spielbank nachzulesen. Im Glückstempel soll auch das Pokerfinale der bayerischen Spielbanken über mehrere Tage stattfinden.

Eine „Punktlandung hatte es laut Bürgermeister Peter Höß (FWG) im vergangenen Jahr bei den Übernachtungen gegeben. Auch das neue Jahr lasse sich gut an. In den ersten beiden Monaten gab es ein Plus von jeweils elf und zwölf Prozent bei den Gästezahlen. Dies sei schon ein „erfreuliches Polster“ für das laufende Jahr. Robert Huber (SPD) fehlte im Aktionsprogramm von Kausch die Hinwendung zum „Sport-Tourismus“. Der Begriff Sport sei nur ein einziges Mal beim Langstreckenschwimmen gefallen. Doch gerade das Tal sei prädestiniert für den Sport. Zu diesem Thema bot Huber einen Runden Tisch an, um die Möglichkeiten der Region darzustellen.

Besonders wichtig sei laut Kausch für Wiessee die Auswertung der Jungbrunnenstudie, die im nächsten Monat zur Verfügung stehen würde. Der Gesundheitsstandort Bad Wiessee werde derzeit im „Gesunden Bayern“ platziert. Dies sei eine Marketingidee des Bayerischen Heilbäderverbandes. Jupp Brenner (FWG) möchte den Gesundheitswert des Wassers noch besser dargestellt wissen. Dies beinhalte schon das Prädikat „Jungbrunnen“, entgegnete Kausch.

Höß ergänzte, dass Studien zum Jodbad die stärkende Wirkung des Heilwassers auf das Immunsystem belegen würden. Dazu passe die renovierte Wilhelmina-Quelle. „Die viel Geld gekostet hat“. Damit dies auch die Touristen mitbekommen, soll noch in diesem Jahr eine Tafel am Ortseingang stehen, mit der Aufschrift, so Höß: „Bad Wiessee baut nach den Entwürfen von Matteo Thun das neue Jodschwefelbad“.


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