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Rottacher wollen an Montgolfiade festhalten

Köck für weniger “Halli Galli”

Knapp 6.000 Einwohner hat Rottach-Egern, doch davon fanden nicht allzu viele den Weg gestern Abend ins Seeforum. Die aber erfuhren durchaus Neuigkeiten, die Bürgermeister Christian Köck so noch nicht öffentlich verkündet hatte.

Wenige Zuschauer bei der gestrigen Bürgerversammlung im Seeforum.

Bei seinem Rück- und Ausblick in der Bürgerversammlung kam Köck auch auf die Montgolfiade zu sprechen. Die Veranstaltung fand Ende Januar in Rottach-Egern statt, nachdem sie 17 Jahre lang Bad Wiessee für sich reklamierte. Köck widersprach Gerüchten, man hätte sich die Veranstaltung geschnappt. Tatsache sei, dass die Nachbargemeinde schon sehr frühzeitig den Ballonwettbewerb wegen erwarteter Bauarbeiten an der Seepromenade abgegeben habe.

Was aber passiert nächstes Jahr, fragte Köck in die gelichteten Reihen. Die Montgolfiade sollte wieder auf der Oswaldwiese stattfinden, habe sich der Hauptveranstalter Michael Unger gewünscht, so Köck. Denn Starts und Landungen wären dort ideal. Dennoch könnte auch Wiessee wieder Ansprüche anmelden, “daher wollen wir uns nicht krampfhaft daran klammern”. Wenn Rottach wieder der Ruf erreiche, “dann nehmen wir es mit”. Dies oftmals beklagte zunehmenden Eventisierung könne er teils nachvollziehen. “Es muss nicht jedes Wochenende etwas sein”. Denn viele Gäste würde auch Erholung suchen. “Immer Halli Galli” sei nicht gut für die Wahrnehmung.

Sorgenkind “Seeperle”

Da passt es gut, dass die Tegernseer Tal Tourismus (TTT) laut Köck Abstand von der erneuten Austragung der Luftschiff-Meisterschaften nehmen will, weil es sich bei dem Veranstalter “um einen schwierigen Charakter” handeln soll. Er hätte Absprachen nicht eingehalten. Trotz der schönen Bilder, die Köck präsentierte, “ist es ein ganz schönes Gebrumm”. Deutlich leiser geht es beim Rosstag zu, der in diesem Jahr ein Jubiläum feiert: vor 50 Jahren wurde das Fuhrmannsfest ins Leben gerufen, das Ende August besonders gefeiert werden soll, auch mit einer teils neuen Routenführung.

Da fügt es sich gut, dass mit der Umgestaltung der Kuranlage für 400.000 Euro, auch eine neue WC-Anlage dort entstehen soll, die auch Behinderte nutzen könnten. Grundlegend saniert werden müsse der marode Pavillon, da er ein “Identitätspunkt” für Rottach sei. Sorgen mache ihm die ehemalige Seeperle. Zwar sei deren Abbruch, veranlasst durch die Projektgesellschaft von Rainer Leidecker und Ernst Tengelmann, innerhalb von zwei Wochen erfolgt, “die haben Tabula Rasa gemacht”, so Köck. Doch sein neuester Stand sei, dass fieberhaft nach Investoren gesucht werde, um das Hotelprojekt realisieren zu können.

Jetzt sind wir einfach optimistisch, dass wir dort nicht die nächsten fünf Jahre dort ein Baufeld haben.

Dies wäre gerade für die Seestraße nicht schön. Aber als Kommune sei man da jetzt nur “Passagier”. Man könnte das Geschehen “nur bedingt beeinflussen”. Jetzt sei man auf die angewiesen, “die es umsetzen müssen”.

Neue Gemeindewohnungen?

Umsetzen will Köck wegen des starken Wohnungsdrucks auch neue Gemeindehäuser im Ellmösl, wenn die Sanierung der alten zu teuer werde. Statt der bisherigen zwei Häuser wären dort auch drei Neubauten möglich. Doch schon jetzt stehe man vor der Aufgabe, die Bewohner “schrittweise zu entmieten”, um so “temporär” anderswo unterbringen zu können. “Das Projekt ist uns sehr wichtig”.

Angesichts der kompletten Sanierung der Suttenstraße, die in diesem Jahr mit dem dritten Bauabschnitt bis zur Monialm abgeschlossen werde, mache sich derzeit Gedanken über die “zukünftige Ausrichtung der Mautgebühren”, die “fair” sein sollen.

Marille Tipolt wird für ihr 12-jähriges Ehrenamt als Seniorenbeauftragte mit der Bürgermedaille geehrt.

Knapp zweieinhalbstunden dauerten Köcks Ausführungen, daher kann dies nur ein kleiner Auszug sein. Die meisten Themenbereiche waren ohnehin schon Gegenstand ausführlicher Berichterstattung. Erwähnt sei noch eine besondere Ehrung am “Weltfrauentag”. Die Seniorenbeauftragte Marille Tipolt bekam die Bürgermedaille für ihr 12-jähriges Engagement um die Senioren in der Gemeinde. Sie hätte immer einen Blick für das besondere Schicksal der Menschen. Langer Applaus für die so Geehrte.


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