Ein Kommentar zum Verkehrsproblem

Ösis und Daitsche – a Schmäh

Unser junger Teilzeit-Kollege aus Österreich durfte mit Kaffeetassen spülen kurz aufhören und seine Sicht zum Landstraßen-Verbot niederschreiben. Lesen Sie selbst, wie die das so sehen: Hier redet der TS-Ösi.

Wer spart sich nicht gern die Maut und kurvt durch’s Tegernseer Tal über den Achenpass gen Süden? / Archivbil

Ein Kommentar von Simon Haslauer

Die Daitschen lassen viel Geld in Österreich. Das mag jeder hier. Aber die Daitschen lassen auch viel Dreck hier. Das mag nicht jeder hier. Sie stauen vor sich hin in Tirol, auf dem Weg zum Garda oder einer anderen Röststelle. Und gern sind sie besonders schlau und fahren von der eigens für sie vorgesehenen Autobahn und stopfen sich durch unsere Dörfer, um wenigstens zehn Minuten früher als die doofen Anderen auf der Bahn am Ziel zu sein.

Jetzt hat Tirol eine sicher nicht besonders smarte Lösung für das Problem auf den Weg gebracht. Landstraßen werden für Daitsche und andere Durchfahrer einfach gesperrt. Das schmerzt Menschen aus dem Land mit dem Motto „Freie Fahrt für freie Bürger“. Und das freche Bergvolk kassiert ab und sperrt auch noch. Dabei leiden wir alle unter dem gleichen Unbill: dem zunehmenden Verkehr.

Auch das Tegernseer Tal ist an vielen Tagen in der Saison verstaut. Auch hier jammern Menschen über die elenden “Abfahrer und Abkürzer“. Gut, nicht alle jammern. Der Tankstellenpächter nicht, und auch der Schachtelwirt in Kreuth findet das alles leiwand. Denn hier stoppt der Staugeplagte und isst und tankt kurz auf. Aber der Rest, der an Wochenenden kaum über die Bundesstraße kommt, der ist sauer.

Wächst da nicht vielleicht eine Idee zusammen? Vielleicht wäre eine gemeinsame Aktion gegen Verkehr und Stau im Dorf grenzüberschreitend das Klügste seit der letzten nicht ganz so gut gelaufenen Zusammenarbeit beider Länder …


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