Tegernseerstimme
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Tegernsee – Heimat vieler FC Bayern Profis

Der Tegernsee gilt schon länger als das Domizil der Reichen. Idyllisch in den bayerischen Voralpen gelegen, lockt der See, der zu den saubersten in ganz Bayern zählt, viele Tagesausflügler an, um an dessen Ufer etwas Ruhe und Abstand vom Alltag zu erhalten.

Wohnsitz vieler Berühmtheiten

Schon früh wurde das Potenzial des 50 Kilometer südlich von München gelegenen Sees erkannt. Er liegt in der Metropolregion München, stellt aber mit der ruhigen Lage inmitten der Voralpen einen starken Kontrast zum urbanisierten München dar. Viele Menschen zieht es schon lange an den Tegernsee, um sich dort vom Stress der Großstadt zu erholen. So begannen in den 50er Jahren viele „Fremde“, Wochenendunterkünfte am Tegernsee zu errichten.

Durch die verbesserte Infrastruktur sind es heute meist permanente Wohnsitze, die errichtet werden. Da die Grundstückspreise rund um den Tegernsee mit denen im Zentrum der Großstädte oder auf Sylt vergleichbar sind und somit mit die höchsten in ganz Deutschland sind, sind es vor allem die reichen Münchner, die es sich noch leisten können, Grundbesitz in der Region zu erwerben. So hat sich in den letzten Jahren eine Art Kommune rund um den Tegernsee gebildet.

Neben vielen Berühmtheiten aus Funk und Fernsehen sind es besonders die Fußballprofis des FC Bayern, die in den letzten Jahren für Schlagzeilen rund um den Tegernsee sorgten. Neben Nationalmannschafts- und Bayernkapitän Manuel Neuer haben auch Thomas Müller und Philip Lahm einen Wohnsitz direkt am Tegernsee.

Kritik von Einheimischen wächst

Diese Entwicklung wird nicht von allen Beteiligten positiv gesehen. Besonders die Einheimischen, die teilweise schon über viele Generationen am See wohnen, fühlen sich durch die rapide ansteigenden Grundstücks- und Lebenshaltungskosten verdrängt. Zudem zerstören die Luxusbauten der Reichen die umliegende Natur und das Landschaftsbild.

Besondere Schlagzeilen machte vor zwei Jahren der Bau der neuen Villa von Manuel Neuer. Er zerstöre das Landschaftsbild und der Bau stehe sogar in einer Georisikozone, war zu hören. Zudem kritisierten die Anwohner den ständigen Baulärm und den architektonischen Stil, der nicht zum Tegernsee passe.

Bauboom hält weiterhin an

Im heutigen Zeitalter suchen immer mehr Menschen den Weg in die Natur, um sich vom Alltagsstress zu erholen. Somit werden immer mehr Flächen in den schönsten Naturregionen Deutschlands verbaut. Diese Entwicklung ist zugleich Chance und auch Bedrohung für Gebiete wie den Tegernsee. Der Zuzug reicher Menschen steigert die Einnahmen für die Gemeinden, die wiederum in den Naturschutz investiert werden können.

Allerdings ist die steigende Flächenversieglung nicht gut für die meist sehr besonderen Ökosysteme. Für die Zukunft ist zu wünschen, dass Bauprojekte noch nachhaltiger geplant und durchgeführt werden und diejenige, die durch Neubauten, Flächen rund um den Tegernsee verbauen, besondere Funktionen, sei es finanziell oder repräsentativ, für die Naturräume rund um ihre neue Heimat übernehmen.


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