Die TS-Woche im Rückblick

Apricot macht Mutti froh

Die Woche geht. Der Schnee kommt. Da schauen wir zurück auf tote Tiere, hilflose Kommunen und Apricot-Alpträume.

Von toten Tieren und Apricot-Alpträumen …

Leonhardi – ist für die einen eine traditionelle Pferdewallfahrt und ein schöner Abschluss des Feierjahres in Bayern – und für die anderen sind es Kutschfahrten von Würdenträgern mit toten Tieren um den Hals, die durch den Ort fahren und huldvoll winken. Dem Autor gefiel besonders der rote Fuchs der Landtagspräsidentin. Für einen Moment erinnerte man sich an einen einstigen Landrat.

Der soll aber vergessen werden, auch deswegen wurde der fränkische Protestant zur Wallfahrt gebeten, um wieder einmal den freundlich lächelnden Herrn von Löwis aus Holzkirchen ins Bild der Öffentlichkeit und der Medien zu bringen. Gelungen. Da lacht er und freut sich, mit so viel prominenter Unterstützung in die sich langsam erhitzende Phase des Wahlkampfes um das wohlsanierte Büro des Landrats in Miesbach zu starten. Landrat Olaf von Löwis of Menar – sorry, klingt einfach nach, nach… mehr „Erbe der Guldenburgs“ im Oberland, und das wünschen sich die blaublütigen “Goldene Blatt”-Abonnenten in der Redaktion.

Nichts machen, ist auch eine Alternative

Waakirchen – ein Ort, der unter dem Durchgangsverkehr ächzt. Neun Varianten wurden in der letzten Woche der interessierten und betroffenen Öffentlichkeit vorgestellt. Dann war da noch die geländeschonende Version, die mit geschätzten 85 Millionen Euro nahezu ein Schnapper ist. Zum Schluss fand man, dass gar nichts machen durchaus auch eine Alternative sei.

Setzt aber voraus, dass sich diese Idee die Nachbarn in Holzkirchen nicht zu eigen machen. Denn nur eine Südumfahrung dort könnte Verkehr abziehen. Ein hübsches Stück Kirchturmpolitik, und der Alltagsphilosoph Sepp Hartl hat es überraschend schlicht, nein, nahezu aphorismenwürdig auf den Punkt gebracht: „Einer hat immer die A….karte.“, finden die Redakteure aus der Stoikerschule Schaftlach.

Preis für die sinnloseste Diskussion …

Nun beginnt bald die stade Zeit, die in Bad Wiessee bis zum 15. März 2020 dauern wird. Und kurz vorher rückt BM Höß mit der Idee eines Kunstmuseums in der Spielbank heraus. Eine unbekannte Mäzenin wolle ihre private Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich machen. Wir hoffen, dass sie exakt dem Kunstniveau der Wiesseer Uferpromenade entsprechen. Diese putzigen Figuren erfreuen mit ihrer Unschuld und Anspruchslosigkeit vor allem kleine Hunde zum Wasserlassen, finden die Dackel-Besitzer der Tegernseer Stimme.

Den Preis für die sinnloseste Diskussion geht an jene, die sich über tote Füchse an Hälsen schöner Damen zu Leonhardi echauffierten. Sie sollten noch einmal unseren Fleischartikel lesen, so sie nicht gänzlich auf gutes Essen verzichten wollen. Hier in unserem kleinen konservativen Flecken im Süden der Republik, fern von Soja Latte und vegan-talibanesken Strukturen, wird vernünftiger Umgang mit Tieren ganz selbstverständlich gelebt. Wer also wirklich etwas tun will, kauft nicht mehr beim Discounter unsicheres Massenfleisch. Der geht zum Killer (nach wie vor der beste Nachname für den Schlachterberuf) nach Dürnbach oder direkt zu den Höfen, empfehlen auch die Carnivoren in der Redaktion.

Zum Schluss möchten wir die Reihe “Mein Traum in Stein” einführen. Wir zeigen die Traumhäuser im Tal und Oberland, jene in Beton gegossene Phantasien betuchter Menschen, die uns jeden Tag auf’s Neue erfreuen. Wir beginnen mit diesem Anwesen im Grenzgebiet Tegernsee/Rottach-Egern.

Augenschmaus in Tegernsee

“Aprikot macht Mutti froh” – war hier das Motto bei der Farbgebung. Freunde des Hauses hatten noch, so hört man, Steinbaluster in einem insolventen Baumarkt in Gießen oder Katar-Ost aufgetan, und wie man sieht, waren diese in ausreichender Stückzahl (gilt auch für Fensterformen) vorhanden, und prompt wurden sie eingesetzt.

Das Haus ist nur mit Föhnfrisur und Krystle (nicht Crystal) Carrington Gedächtnis-Schulterpolstern zu betreten. Aus einem CD-Player von 1993 wird dann leise Modern Talking gespielt, und der Hausherr serviert Baileys auf Eis. SO geht chic in Mönchengladbach oder Doha.


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