Verletzte Mitarbeiterin arbeitet wieder

Aktualisierung vom 25. Februar 2015 / 12:36 Uhr
„Für die Mitarbeiter ist das jetzt eine Herausforderung.“ So umschreibt Pressesprecherin Gabriele Dorby die derzeitige Stimmung im Bereich Asylwesen der Behörde. Die Mitarbeiter wollen ihre Arbeit möglichst gut machen. Dennoch ist die Stimmung nach dem gestrigen Vorfall angespannt. „Jedes Mal, wenn die Tür aufgeht, zuckt man zusammen“, so Dorby.

1.000 Euro Sachschaden und geschockte Mitarbeiter - so lautet die Bilanz des gestrigen "Vorfalls" im Miesbacher Landratsamt
Im Miesbacher Landratsamt herrscht seit dem gestrigen Tag eine angespannte Stimmung.

Gestern war in der Miesbacher Behörde eine Mitarbeiterin verletzt worden. Ein anerkannter Flüchtling nigerianischer Abstammung war ins Amt gekommen. Weil Miesbach für den jetzt in Duisburg gemeldeten Mann aber nicht mehr zuständig ist, konnte die 33-jährige Mitarbeiterin den 40-Jährigen nicht bedienen. Dieser war darüber, dass er umsonst gekommen war, offensichtlich so wütend, dass er laut wurde und des Zimmers verwiesen werden musste.

Gehen wollte der Flüchtling aber nicht unverrichteter Dinge. Es kam zum Streit. Mit großer Wucht rammte er die Tür des Sachbearbeiterzimmers von außen, so dass die sich von innen dagegenlehnende Mitarbeiterin gegen einen Tresen im Raum geschleudert wurde. Sie musste im Krankenhaus ambulant wegen Prellungen und eines Schocks behandelt werden, arbeitet aber heute laut Dorby wieder. Der Asylbewerber bekam keine Strafanzeige.

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Die Stimmung in der Behörde ist dennoch angespannt. „Die Mitarbeiter sind geschockt“, berichtet die Pressesprecherin. Man hofft, dass so etwas so schnell nicht wieder passiert. Sorge tragen soll dafür der seit heute engagierte private Sicherheitsdienst. Allein dessen Anwesenheit soll zur Deeskalation beitragen. Gleichzeitig denkt man im Landratsamt auch über Umbaumaßnahmen nach, um die Mitarbeiter künftig besser zu schützen.

Ursprünglicher Artikel vom 24. Februar 2015 mit der Überschrift: Asylbewerber verletzt Mitarbeiterin Heute wurde eine Mitarbeiterin des Asyl- und Ausländeramts in Miesbach von einem anerkannten Flüchtling tätlich angegriffen. Es wurde Anzeige erstattet. Landrat Wolfgang Rzehak will nun die Sicherheit in dem Amt erhöhen.

Sicherheitsdienst im Büro

Ein bereits anerkannter Asylbewerber hat heute eine Mitarbeiterin des Asyl- und Ausländeramts tätlich angegriffen. Sie erlitt dabei Prellungen und einen Schock. Die Mitarbeiterin hatte dem Kunden zuvor deutlich gemacht, dass das Landratsamt aufgrund seines Status für ihn nicht mehr zuständig sei.

Als er laut wurde, bat ihn die Mitarbeiterin, den Raum zu verlassen. Schließlich drückte der Mann die Tür von außen auf. Die Mitarbeiterin wurde dadurch gegen einen Tresen geschleudert, der in der Folge umfiel. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 1.000 Euro. Gegen den Mann wurde Anzeige erstattet.

Landrat Wolfgang Rzehak leitete noch am selben Tag Maßnahmen ein, um künftig das Risiko derartiger Vorfälle zu minimieren. „Die Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat oberste Priorität.“ Als Sofortmaßnahme wird ein Sicherheitsdienst während des Parteienverkehrs im Sozial- und Ausländeramt vor Ort sein.

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