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Das "Baujahr" 2018/19 in Bad Wiessee

Folgt auf den Abbruch ein Aufbruch?

Von Nina Häußinger

Am See tut sich was. Manchmal bekommt man das Gefühl man erstickt, zwischen all den Baustellen. Wir haben die wichtigsten und größten Bauprojekte des vergangenen Jahres mal zusammengefasst. Heute: überrascht und schockiert in Bad Wiessee.

Wiessee ist im Umbruch – folgt auch ein Aufbruch?

Wir haben uns in den Talgemeinden rund um den See einmal umgesehen: was hat sich baulich in diesem Jahr eigentlich getan? Was wurde abgerissen und was wird neu gebaut? Wir haben die wichtigsten Projekte zusammengefasst und geben einen Ausblick auf das kommende Jahr. Heute: Bad Wiessee.

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Bad Wiessee ist im Umbruch. Das ist spätestens nach diesem Jahr klar. Der Ort ist gespickt mit Baustellen und Baulöchern. Wo man hinsieht wird abgerissen und gebaut.

Stillstand am ehemaligen Haus Ursula?

Da wäre zunächst ganz offensichtlich und mitten im Ortskern die Baustelle auf dem Grundstück des ehemaligen Haus Ursula. Direkt am Lindenplatz rangieren hier seit dem Frühjahr die Bagger. Einst waren hier zahlreiche Lokalitäten und Geschäfte angesiedelt. Ein kleines Hotel Garni, das Restaurant „Zum Mundschenk“, der Döner, die Raiffeisenbank und zwei Dekorations- und Klamottenläden. Ein herber Verlust für den Ort, wo es in Wiessee sowieso schon an Einkaufsmöglichkeiten für Touristen und Einheimische mangelt.

Das ehemalige Haus Ursula – vorher – Abriss – nachher(Quelle: Entwurf: MW Eigenheimbau)

Nach dem Abbruch tat sich dann erstmal lange nichts. Der Bauschutt getrennt und geschreddert, die Fahrzeuge abgezogen. Geblieben ist eine Baugrube unter Wasser und Berge von Schutt. Probleme machte dem neuen Investor Werner Wendler der schwammige Untergrund des 2000 Quadratmeter großen Grundstücks.

Geplant sind hier kleinere und größere Läden im Untergeschoss und Wohnungen in den oberen Stockwerken. Insgesamt 21 Eigentumswohnungen sollen entstehen. Kosten werden die zwischen 300.000 Euro und 1,2 Millionen Euro. Wann es dann mit dem eigentlichen Bau los geht ist derzeit unklar. Angekündigt war der Baubeginn bereits für Oktober.

Hier nochmal zum Nachlesen:

Lederer-Abriss hat begonnen

Der Abriss des ehemaligen Hotel Lederer hat vor wenigen Wochen begonnen. Die Familie von Thomas Strüngmann als neue Eigentümer hat auf dem Hotel-Areal, dem ehemaligen Haus des Gastes, dem noch betriebenen Hotel Wittelsbach und dem ehemaligen Spielbankgelände weitreichende Pläne.

Auf dem 30.000 Quadratmeter großen Areal ist ein Luxus-Hotel mit fünf Wohn- und Geschäftshäusern geplant. Noch aber soll der letzte Schliff an der Gestaltung fehlen. Zwei öffentlich vorgestellte Planungen für das etwa 120-Zimmer-Hotel wurden wieder verworfen, zuletzt im Mai.

Kein Zeitdruck bei Strüngmann

„Die Planungen seien noch nicht repräsentationsreif“, meinte zuletzt Andreas Göbel von Strüngmanns Athos GmbH. Einen Zeitplan für den Abriss gibt es aber schon. Bis zum Beginn der Weihnachtsferien haben sich nun die Bagger durch das Haupthaus gearbeitet. Dabei wurde die ganze Struktur freigelegt. Badezimmer kamen zum Vorschein, Fliesen von anno dazumal, jede Art von Leitungen, aufgerissene Flure, Holzböden und Zimmer. Das Material wird sortiert und in Containern entsorgt.

Das ehemalige Hotel Lederer – vorher – nachher (Klaus Wiendl)

Nach den Ferien will man dann bis ins Frühjahr hinein mit dem Abrissarbeiten fortfahren und dann erneut eine Pause über die Sommersaison machen. Weitergehen soll es dann im nächsten Herbst. Eile spielt bei Strüngmanns Projekt offenbar keine Rolle. Entscheidend sei, dass es am Ende „richtig schön und richtig gut wird“.

Das Wohnrecht des 80-jährigen schwerkranken Lederer endete im Oktober. Sein Geisterhaus, das seit Jahren schon keine Gäste mehr sah, gleicht einer Ruine. Doch nach dessen Abriss soll kein Loch bleiben, versicherte Göbel. Das ehemalige Hotelgelände soll sich als ebene Fläche präsentieren, umgeben von einem Zaun.

Hier nochmal zum Nachlesen:

Auch am Jodbad geht’s voran

Lange wurde spekuliert, warum auf dem über 22.000 Quadratmeter großen Gelände des einstigen Jodbads nichts zügig vorangeht. Hier errichtet die Sports Medicine Excellence Gruppe ein Hotel mit 121 Zimmern, weitläufigem Spa, Wellness- und Sportbereich und mehreren gastronomischen Outlets sowie ein medizinisches Funktionsgebäude. Für die Architektur ist der Südtiroler Architekt und Designer Matteo Thun verantwortlich.

Auf dem Gelände des ehemaligen Jodbads ist ein Teil bereits abgerissen

Seit Oktober steht nun endlich die Bau- und Zeitplanung. Die Vorarbeiten laufen bereits seit 5. November. Am 4. Dezember folgte der offizielle Spatenstich. Nach Anlieferung des ersten Bohrgeräts erfolge der Beginn der komplexen Bohrpfahlarbeiten auf dem Gelände. Mit dem Rohbau soll nach der Kranaufstellung im Frühsommer 2019 begonnen werden. Die Eröffnung des Hotels ist laut SME derzeit für Ende 2021 geplant.

Der Startschuss für das angrenzende Badehaus ist schon im Juni gefallen. Die Kosten betragen mittlerweile über 10 Millionen Euro. 3,2 Millionen übernimmt der Staat, den Rest muss die Gemeinde stemmen. Schon 2020 hofft man hier auf eine Eröffnung.

Hier nochmal zum Nachlesen:

„Schlafender Riese Bad Wiessee erwacht“
10 Millionen fürs neue Jodbad
Startschuss fürs Wiesseer Badehaus fällt

Die Liste ist lang

Damit haben wir die drei größten Bauprojekte in Bad Wiessee kurz Revue passieren lassen. Das Ende ist das aber noch lange nicht. Die Liste ist lang. So wurden erst kürzlich die neuen Pläne für das ehemalige Café Schwaiger vorgestellt. Hier soll ein Wohn- und Bürohaus mit Tiefgarage entstehen. In der Wallbergstraße entsteht das Haus Wallbergspitz. Hier sollen Wohnungen und eine Tagespflege unterkommen.

Das ehemalige Hotel Ritter im Ortskern steht seit wenigen Wochen leer. Die Betreiber mussten aufgeben. Eine Erbengemeinschaft denkt derzeit über die Zukunft des Grundstücks nach. Außerdem entstehen überall im Ort zahlreiche Chalets und Eigentumswohnungen. Ein immenses Beispiel, das in diesem Jahr so gut wie fertig gestellt wurde, ist die neue Luxus-Siedlung der Tegernsee Villen auf dem ehemaligen Brenner-Grundstück in Abwinkl. Hier war der Gemeinderat am Ende selbst schockiert über das Ausmaß der Bebauung.


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