Wann Public Viewing und Autokorso erlaubt sind

Spielregeln für eine erfolgreiche WM

In rund einer Stunde geht es los und die deutsche Nationalmannschaft tritt ihr erstes Spiel bei der WM 2018 an. Zu solch großen Fußball-Ereignissen gehören natürlich Public Viewing und Autokorso dazu. Doch die Polizei warnt: nur weil es die WM ist, ist nicht alles erlaubt.

Endlich geht es heute für die deutsche Nationalmannschaft los! Doch auch für Fußballfans gibt es während der WM Regeln.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft im ersten Gruppenspiel bei der WM 2018 auf Mexiko. Anpfiff ist heute, um 17 Uhr, im Moskauer Luschniki-Stadion. Geht es nach der FIFA-Weltrangliste bekommt es die DFB-Elf zum Start mit dem stärksten Gegner ihrer Gruppe zu tun: Mexiko ist aktuell auf Platz 15 im FIFA-Ranking.

Rund drei Jahre und elf Monate nach dem WM-Triumph in Brasilien will die Nationalmannschaft mit einem Sieg ihre Titelverteidigung starten. „Wir wollen ein Zeichen setzen gegen Mexiko“, betont Bundestrainer Joachim Löw. Für einen perfekten WM-Start für alle Fußballfans darf aber natürlich Public Viewing und Autokorso bei einem Sieg nicht fehlen.

Übliche Ruhezeiten aufgehoben

Doch obwohl während der WM eine Art Ausnahmezustand herrscht, weist das Polizeipräsidium Oberbayern Süd erneut daraufhin, dass nicht alle Regeln außer Kraft sind. Wie zuletzt bei der Europameisterschaft in Frankreich oder bei der WM in Brasilien gelten die üblichen Ruhezeiten auch zwischen dem 14. Juni und 15. Juli 2018 nicht. „Der Bundesrat hat für die Zeit der WM in Russland eine Ausnahme von der Lärmschutzverordnung erlassen“.

Die Kommunen können laut Polizei somit für Public Viewing-Veranstaltungen, die länger als 22:00 Uhr dauern, die üblichen Lärmschutzzeiten aufheben. „Dies stellt allerdings keinen Freifahrtschein für übermäßige Lärmbelästigungen dar“, so die Warnung. Diese werden nach wie vor konsequent geahndet.

Nicht zu weit aus dem Fenster lehnen…

Doch vor allem in Bezug auf das beliebte Autokorso nach einem gewonnenen Spiel appelliert die Polizei an die Vernunft der Fußball-Fans: „Bei aller Freude und Feierlaune gelten weiterhin die Regeln des Straßenverkehrs und gegenseitige Rücksichtnahme auf unbeteiligte Verkehrsteilnehmer muss oberstes Gebot sein.“ Auch Alkohol sei während der WM am Steuer absolut tabu. Doch auch die Sache mit den Deutschland-Flaggen birgt Risiken:

Wer sich aus dem Fenster oder Schiebedach lehnt, um besser die großen Fahnen schwingen zu können, oder sich gar auf die Motorhaube setzt, gefährdet nicht nur sich und seine Gesundheit, sondern im Falle eines Unfalls auch seine Versicherungsansprüche. Im Übrigen ist für die ordnungsgemäße Besetzung des Fahrzeuges stets der Fahrzeugführer verantwortlich.

Wenn die Spielregeln beim Autokorso eingehalten werden, habe keiner etwas gegen friedlich feiernde Fans auf der Straße einzuwenden. Richard Gröger, leitender Polizeidirektor im Bereich Schutzaufgaben und Verkehr, macht deutlich: „Wir feiern gerne mit, geben aber auch zu bedenken, dass es nicht nur Fußballfans gibt. Wenn durch zu ausschweifendes Feiern Gefahrensituationen oder Sicherheitsstörungen entstehen, ziehen wir die rote Karte und werden konsequent einschreiten.“

Für Gröger gibt es daher eine einfach Regel: „In den nächsten vier Wochen sind Toleranz und Rücksichtnahme die Grundvoraussetzungen für ein gutes Miteinander.“ Ihr wollt nicht allein daheim Fußball schauen, sondern mit Freunden und Bekannten mitfiebern? Hier findet ihr alle Public Viewing Spots in der Region.


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