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Ein Kommentar

Wirrsinn nicht nur an der Westbank

Lange galt Bad Wiessee als Ingrid Steeger unter den Gemeinden. Damit ist Schluss. Denn auch die anderen Gemeinden leisten sich in jüngster Zeit echte Kopfschüttel-Auftritte. Wir haben da mal nachgeschaut.

Streit um den Hochwasserschutz zwischen Rottach und Gmund, Kohlers Riesenprojekt in Kreuth oder das Feuerwehrhaus in Tegernsee – auch in den anderen Gemeinden gibt es Kopfschüttel-Auftritte.

Ein Kommentar von Martin Calsow

Die Dame scheint was zu können. In Bad Wiessee hat die Architektin eine Holzhütte für das allseits beliebte Polizeiboot für knapp eine Million Euro hingestellt. Ein Schnapper gegenüber ihren Ideen auf der anderen Seite des Sees. Bei den wohlhabenden Tegernseern, die so desperat das schönste, größte und beste Feuerwehrhaus im Tal haben wollen, werden es, Stand jetzt, 13 Millionen Euro. Die Spielplatzverlegung in den Kurgarten ist mit 347.000 Euro dabei.

Aber, wenn Sie jetzt sagen, dass ist ganz schön happig, dann wissen Sie nicht, dass die kleinen Racker sich auf ein Piratenboot freuen dürfen. Passt irgendwie ins Bild. Wenn die öffentliche Hand bauen lässt, glauben viele, sie könnten als Freibeuter mal zulangen. Und die Gemeinde nickt das brav ab. Anderthalb Millionen für den Aushub des Kellers. Könnte ja giftiges Zeug dabei sein. Noch einmal: Dreizehn Millionen Euro! Für ein Feuerwehrhaus!

Wiessee könnte den Ingid Steeger Titel verlieren

Dann haben wir die Ulknudeln aus Rottach-Egern. Die haben Angst bei Hochwasser nasse Füße und Keller zu bekommen. Also rempeln sie die Gmunder an. Sie seien wie Trump. Motto: Gmund first. Christain Köck mutmaßt über Hintenrum-Aktionen. Stattdessen sollen die Nordufler endlich ihre kleine Hochwasser-Regelanlage bauen. Prompt bebt Besel.

Ob die Giganto-Anlage effizient sei, bezweifeln Experten. Überhaupt: Für die reiche Verwandtschaft in Rottach zähle wie im Erotikbereich jeder Zentimeter. Statt miteinander zu reden, werden Giftpfeile über den See geschickt, Gmund reagiert – mit einer knallharten Antwort: Eine Resolution. usw. usw. Selten war mehr Sezession und weniger talweites Handeln.

Bad Wiessee wird also in diesem Jahr den Ingrid Steeger Titel verlieren können. Sechs Monate stehen noch an. Drüben, bei den Luxus-Bauträgern aus Tegernsee wird es nicht bei den dreizehn Millionen Euro bleiben, Rottachs Gemeinderäte hauen bestimmt noch ein paar Sachen raus. Dann ist da ja noch Kreuth, das arm aber sexy Bergsteigerdorf verkauft gerade seinen Ortsteil Weißach an Doppel K, Korbi Kohler. Wenn die Wiesseer nicht noch mit einem schönen Streit im Gemeinderat punkten. Vielleicht ein “rumble in the jungle” mit Martini und Sareiter? Einer irren JodSchwefelBadeparkSpieleArenaSME-Story. Für die Westbank spricht die Erfahrung, aber die anderen haben gefüllte Gemeindekassen…Es bleibt spannend.

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