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Beschwerdeanrufe wegen Rettungsaktion - Reaktion der TS-Leser:

„Es ist erschreckend“

Von Maxi Hartberger

Am vergangenen Sonntag kam es in der Nacht zu einem Großeinsatz im Tegernseer Tal. Ein junger Mann mit Diabetes wurde vermisst, aber glücklicherweise rechtzeitig gefunden. Viele Anwohner fühlten sich durch den Lärm der nächtlichen Rettungsaktion gestört. Unsere Leser sind entsetzt über diese Arroganz.

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„Fremdschämen in Reinkultur“. So lautet einer der vielen Kommentare zu den Beschwerdeanrufen, die Sonntagnacht bei der Polizeiinspektion in Bad Wiessee eingingen. Viele Anwohner waren zwar nur neugierig, was in Rottach und Umgebung vor sich ging, doch einige beschwerten sich über den Lärm, den Hubschrauber und Co. verursachten.

Grund für die nächtliche Ruhestörung war eine großangelegte Suchaktion. Ein 22-jähriger Mann aus Kreuth-Weissach war am Sonntagabend vermisst gemeldet worden. Aufgrund seiner Diabetes-Erkrankung deutete alles darauf hin, dass sich der junge Mann in einer Notsituation befand. Über 100 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten daher zum Großeinsatz aus, um ihn zu finden.

„Armes Deutschland“

Auch ein Polizeihubschrauber, 12 Feuerwehrfahrzeuge sowie Wasserwacht und Rettungshundestaffel waren im Einsatz. Das verursachte nach Meinung einiger Anwohner so viel Lärm, dass sie ihre Nachtruhe gestört sahen und sich deshalb telefonisch bei der Polizei beschwerten. Die TS-Leser sind über so viel „Hirnlosigkeit“ entsetzt und bringen das in ihren Kommentaren zum Ausdruck:

Da Depp stirbt oafach ned aus und is oiwei scho do wennst kimst. Armes Deutschland, wenn die Nachtruhe über die Not gestellt wird.

So lautet die Meinung von Michael B. auf der TS-Facebook-Seite. Auch Bianca B. findet diese Teilnahmslosigkeit schade: „Früher hat sich das halbe Dorf aufgemacht und mit gesucht, heut motzt man lieber – ist ja auch einfacher.“

Stefan K. gehörte scheinbar zu den Einsatzkräften, wie er auf Facebook erklärt. Er wolle sich für die Lärmstörung entschuldigen, verspricht aber auch, den „Beschwerern“ zu helfen, sollte es bei ihnen zu einem Notfall kommen.

Unser Leser „Besserwisser“ schrieb in seinem Kommentar unter dem Artikel: „Es bleibt nur zu hoffen, dass diese Leute nie in so eine Lage kommen. Ich schäme mich für sie!“ Diese Aussage spiegelt insgesamt die Meinung und das Entsetzen unserer Leser wider, denn in einem sind sie sich einig: Wenn man selbst von so einem Notfall betroffen ist, ist man über jede Hilfe froh und dankbar.

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