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Die Modebloggerin vom Tegernsee im TS-Gespräch

“Konnte mich mit diesen typischen Influencerinnen nicht identifizieren”

Von Simon Haslauer

Jessica Dörr alias “Das stylische Landei” ist Modebloggerin im Tegernseer Tal. Nun feierte sie Mitte April ihr einjähriges Bestehen. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, wie sie zur Tal-Influencerin wurde und wie es in die Zukunft geht.

Jessica Dörr ist das „stylische Landei“ / Quelle: Jessica Dörr

Jessica Dörr, im Tegernseer Tal und auf Instagram auch unter dem Namen “stylisches Landei” bekannt, betreibt nun seit exakt einem Jahr ihren eigenen Modeblog. Auf Instagram postet die Bloggerin aus Kreuth regelmäßig Bilder von verschiedenen Outfits, auf YouTube stellt sie sich währenddessen ihren größten Ängsten.

Bereits im August 2020 haben wir das Landei in der TS begrüßt, nun kurz vor ihrem einjährigen Jubiläum fragen wir noch einmal genau nach.

Mit Mama zum Modeblog

“Endlich startet wieder der Frühling, die warmen Temperaturen – was will man mehr?”, startet Dörr gut gelaunt in das Gespräch. Ihr Modeblog sei eigentlich nie so ganz geplant gewesen. Ursprünglich habe sie mit ihrer Mutter, eine am Tegernsee ansässige Künstlerin, an einer Website gearbeitet.

Nach getaner Arbeit, bei einem Gläschen Sekt, kam schließlich der Vorschlag, ob Jessica nicht einen Modeblog gründen wolle. “Meine erste Reaktion war: Ne, auf gar keinen Fall! Lust hätte ich schon, aber es gibt ja schon zigtausende Mädels, die das machen”, antwortete Dörr damals, entschloss sich schlussendlich jedoch trotzdem: „Komm, ich hab nix zu verlieren. Ich probiers!“

Zu Beginn habe sie sich jedoch sehr schwer getan, mit dem Begriff der “Influencerin” etwas anzufangen:

Man kann schon fast sagen, ich habe den Begriff gehasst. Ich konnte mich nicht mit diesem typischen Influencerinnen identifizieren.

Das hat sich mittlerweile allem Anschein nach gelegt. Zu ihrem einjährigen Bestehen ließ sie in Rottach-Egern ab dem 09. April sogar eine Außenwerbung schalten, um ihre Freude mit der Welt zu teilen, und beschreibt die Zusammenarbeit mit ihrer Mutter, die gleichzeitig auch ihre Fotografin ist, als: “Lustig und Anstrengend”. Gleichzeitig bietet sie einen kleinen Einblick in ihren Erfolg. Genaue Zahlen kann sie nicht preisgeben: „Doch ich kann verraten, dass ich mir bisweilen mit meinen knappen dreieinhalbtausend Followern einen guten Nebenjob erarbeitet habe.“

Spaß gehört beim Fotoshooting einfach dazu. / Quelle: Jessica Dörr

Alles mit dem Herzen machen

Bereits ein, zwei Tage, nachdem sie ihre eigene Website fertigstellte, so Dörr, bekam die Bloggerin auch schon ihre erste Kooperations-Anfrage. Eine alte Chefin fragte, ob sie nicht einige Outfits am “wunderschönen Tegernsee” abfotografieren könnte. Auch die weitere Suche nach Partnern gestaltete sich laut Dörr nicht schwierig, die meisten Kooperationen seien durch Menschen, die auf sie zugekommen sind, entstanden.

So konnte sie, auch während der Corona-Zeit, einige Fotoshootings durchführen. Beispielsweise mit „Dirndl Liebe – Zwischen Tüll & Tränen“, aus München, „Jagdfieber“ aus Rottach-Egern oder dem Rottacher Modegeschäft „Bogner“. Bereits jetzt kann sie von ihrem Erfolg berichten, manchmal wird sie schon als das Landei erkannt:

 

Und das ist so ein schönes Gefühl, um ehrlich zu sein. Es ist die größte Anerkennung für mich bezüglich meiner Arbeit, denn dann weiß ich, dass es Anklang bei den Menschen findet. Sei es im Müller-Drogeriemarkt, oder bei einem Fotoshooting am See – wenn Passanten herkommen und fragen: Entschuldigen Sie, sind Sie das ‚Stylische Landei? Ich verfolge Ihren Blog und freue mich immer über die tollen Beiträge.‘

 

Nun will sie sich besonders für kleinere Boutiquen einsetzen. Dafür hat das Landei ein eigenes Konzept entwickelt: “Die können ein Abo bei mir abschließen und so gewährleisten, dass die Styles regelmäßig präsentiert werden.” Dafür war sie schon auf Akquise und hat auch ein paar Kooperationspartner gefunden. “Darüber bin ich so glücklich”, lacht sie. Sie habe jedoch auch schon einige Angebote ausgeschlagen, betont sie und erklärt:

 

Wenn es beispielsweise um vertriebliche Sachen geht. Da traue ich mich auch zu sagen, vielen Dank für das Angebot, aber ne das passt nicht zu mir.

 

Seltsame Angebote seien jedoch noch nie dabei gewesen. „Komische Angebote habe ich – toi toi toi – noch keine erhalten“, sagt sie. Jedoch erhalte sie viele Angebote für den Vertrieb von Nahrungsmittelergänzungen. Die lehne sie ab. „Das entspricht nicht meinen Überzeugungen“, betont sie.

Überzeugt ist Dörr vor allem von einer Sache: “Egal wo man Influencerin ist, in der Großstadt oder auf dem Land, wichtig ist, dass du alles aus dem Herzen heraus machst.”


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