Was die TS-Leserinnen und Leser 2019 am meisten interessiert hat
Die zehn meist gelesenen Artikel der TS

von Simon Haslauer

In wenigen Stunden heißt es “Hallo 2020!”. Die TS-Redaktion freut sich jetzt schon darauf, allen Lesern interessante Geschichten aus dem Tegernseer Tal zu servieren. Bis es soweit ist und das neue Jahr so richtig Fahrt aufnimmt, hier nochmal unsere meist gelesenen Artikel des vergangenen Jahres.

Was für ein Jahr!

Was für ein katastrophales Jahr. Zu viel Schnee, zu viel Regen, nicht genug Straßen. Und doch war 2019 ein Jahr voller schöner Ereignisse. Im Tal wird zu verschiedensten Anlässen gemeinsam gefeiert, getrunken, gegessen, gelebt und getrauert. Hier sind die zehn meist gelesenen Geschichten des vergangenen Jahres.

Platz 10: Ein neuer Burger-Laden in Tegernsee

Betreiber Michael Spiess und Mitarbeiter Andi Hirschmüller. / Quelle: Archivbild

Fleischeslust am Tegernsee. Ende Oktober war es soweit. Michael Spiess eröffnet seine “Break Burger”-Filiale in Tegernsee und erntet viel Zuspruch. Lang genug hat’s gedauert. Bereits in den 90er Jahren wollte der gebürtige Hamburger ein kleines Hotel am Tegernsee eröffnen, damals hat es leider nicht geklappt. “Dafür jetzt, fast 30 Jahre später“, freut er sich. Denn sein Traum war es immer, einmal an den Tegernsee zu ziehen.

Platz 9: Bräustüberl-Wirt will Google verklagen

Tegernsees Wirt Peter Hubert mit Frau Caterina / Foto Herzogliches Bräustüberl

David gegen Goliath auf boarisch. Das kleine Bräustüberl Tegernsee gegen den Datengiganten Google. Der Wirt Peter Hubert wollte wegen falscher Angaben rechtlich gegen Google vorgehen. Die Warte- und Stoßzeiten wurden in der Suchmaschine scheinbar falsch angegeben, der Wirt beobachtete das bereits seit Oktober 2017. Und tatsächlich konnte Hubert einen Erfolg gegen die scheinbar unantastbare Firma einfahren. Die falschen Angaben sind seither verschwunden.

Platz 8: Toni Holnburger verstorben

Anton “Toni” Holnburger auf der berühmten Weißwurstparty in Kitzbühl. / Quelle: EXPA/Jakob Gruber

Am 08. Juni verstarb Toni Holnburger. Ein Herzinfarkt riss den nicht einmal 50-Jährigen aus dem Leben. Eine Nachricht die weit über das Tegernseer Tal hinaus für Trauer sorgte.

Anton „Toni“ Holnburger war Inhaber und Geschäftsführer in der dritten Generation des gleichnamigen Unternehmens, in das er 1987 einstieg. Schnell gelang es ihm, mit seinen über 150 Mitarbeitern die Fleisch- und Wurstwaren über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt und begehrt zu machen. Holnburgers Spezialitäten werden in vielen Märkten in Bayern, bis in den hohen Norden Deutschlands sowie im benachbarten Österreich geschätzt.

Platz 7: Die Waldfestkampagne der TS

Mit der Lederhosn ist man immer gut angezogen. / Quelle: Paul Kadlcak

Von Juni bis August ist Waldfestzeit! Dieses Jahr starteten wir eine große Kampagne mit dem Ziel, unsere Leserinnen und Leser bis ins kleinste Detail mit Informationen, Bräuchen und Fotostrecken zu den Waldfesten zu versorgen. Unsere erste Kampagne hat es auf Platz sieben geschaft. Bis nächstes Jahr 😉 .

Platz 6: Galgenfrist für Netto in Wiessee

Was passiert mit dem Netto in Bad Wiessee? / Quelle: Klaus Wiendl

Ende des Jahres sollte die Netto-Filiale hinter dem Wiesseer Rathaus für immer schließen. Lange kursierten Gerüchte über die Schließung. Der Verein “Aktive Wiesseer” forderte: “Man braucht im Ortskern auch Einkaufsmöglichkeiten, die man zu Fuß erreichen kann.”

Dann kam es zu einer überraschenden Wendung. Der Pachtvertrag wurde verlängert. Bis zum 30. Juni 2020. Was danach mit dem Geschäft passiert ist noch ungewiss.

Platz 5: Ausflugswahnsinn am Tegernsee

Sicher nicht der letzte Stau im Tal. / Quelle: Peter Pier

40 Minuten von Tegernsee nach Bad Wiessee. Ende Oktober zeigte sich das Tegernseer Tal von seiner schönsten Seite. Kein Wunder also, dass es viele Menschen raus in die Natur zog. Nur dass das schöne Ausflugswetter das Tegernseer Tal an den Rand des Kollabierens brachte.

Nicht nur auf den Straßen war Geduld gefordert. Auch die BOB war heillos überfordert und musste sogar den Notstand ausrufen. Selbst die Wallbergbahn war komplett überfüllt. Allein bis zum Nachmittag sind an einem schönen Herbsttag rund 1.300 Wanderer mit der Bahn gefahren. Das Thema polarisierte. Auch der BR berichtete in einem ausführlichen Video-Beitrag über den Kollaps am Tegernsee. Unser Artikel dazu hat es auf Platz fünf der meist gelesenen Artikel geschafft.

Platz 4: Live-Ticker zum Hochwasser

Auch das Ufer an der sogenannten “Popperwiese” wurde vom Hochwasser nicht verschont. / Quelle: Archivbild

Mai 2019. Gullis gehen über, Stege liegen nicht mehr über sonder unter Wasser und Wiesen sind kaum noch zu erkennen. Zwei Tage lang war Starkregen angesagt.

Der Hochwassernachrichtendienst meldet abschließend 200 Liter Regen in Bad Tölz, 100 Liter in Miesbach und 124 Liter in Holzkirchen. Auf der Zugspitze ist alles als Schnee gefallen, die Schneehöhe betrug ganze sechs Meter.

Platz 3: Wanderer schlägt Mountainbiker nieder

Der gesuchte Wanderer. / Quelle: Polizei

Im August erlangte eine Meldung große Aufmerksamkeit. Laut Polizeiinformationen ging ein Wanderen, ohne zuvor provoziert worden zu sein, auf einen Weyarner Radfaher los und schlug ihn nieder. Dieser musste mit blutender Platzwunde im Gesicht sowie Abschürfungen und Prellungen ins Krankenhaus Agatharied gebracht werden.

Als eine Suche auf beiden Bergseiten erfolglos verlief, veröffentlichte die Polizei ein Bild des mutmaßlichen Täters. Der Gesuchte meldete sich daraufhin von selbst bei der Polizeiinspektion Miesbach. Dieser schilderte den Fall aber etwas anders.

Platz 2: 17-jährige Kreutherin vermisst

Polizisten legen an einem abgesperrten Bereich an einem Bachlauf im Ortsteil Scharling eine Plane zusammen. Die vermisste 17-Jährige wurde tot in einem angrenzenden Bachlauf gefunden. / Foto: Lino Mirgeler/dpa

Ein tragischer Unfall der das gesamte Tal schockierte, ereignete sich im August. Die 17-jährige Sina aus Kreuth kam nach dem Besuch eines Waldfests nicht nach Hause. Familie und Freunde suchten in der Nacht noch stundenlang nach dem Mädchen. Da dies ergebnislos blieb, wurde am frühen Morgen die Polizei eingeschaltet, die gegen 10:30 Uhr die Öffentlichkeit informierte.

Am späten Vormittag dann die traurige Gewissheit. Gegen 11:40 Uhr wurde die 17-Jährige rund 400 hundert Meter von ihrem Zuhause entfernt tot in einem Bachbett aufgefunden. Die Kripo Rosenheim nahm die Ermittlungen auf. Es gab jedoch keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Der tragische Unfall des jungen Mädchens lies alle Tal-Bürger trauern.

Platz 1: Der Live-Ticker zur Schneekatastrophe

So sah es am Achenpass in Kreuth aus – auch hier mussten die Dächer geräumt werden. / Quelle: Archivbild

Im Januar hörte es einfach nicht auf zu schneien. Es ging sogar soweit, dass der Katastrophenfall im Landkreis ausgerufen wurde. Ehrenamtliche, Feuerwehrler und Schneeräumer hatten alle Hände voll zu tun, die Verkehrswege einigermaßen schneefrei zu halten. Der ein oder andere Schüler hatte trotzdem Grund zur Freude. Alle Schulen des Landkreis blieben für eine Woche geschlossen. Zeitweise waren sogar Fake-News im Umlauf, laut denen die versäumten Unterrichtsstunden in den Sommerferien nachgeholt werden.

Der News-Ticker zur Schneekatastrophe 2019 landet auf Platz eins der meist gelesenen Artikel der Tegernseer Stimme.


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